Alopecia areata und Subtypen: Metaanalyse zur Epidemiologie28. Juli 2020 ©Atthapon – stock.adobe.com Bei der Alopecia areata (AA) handelt es sich um einen autoimmunvermittelten Haarausfall, der in sehr unterschiedlichen Schweregraden und Verteilungen auftreten kann. Bei mehr als 80 % der betroffenen Personen ist die Kopfbehaarung betroffenen; bei Männern kann AA auch im Bartbereich oder in Ausnahmefällen im Bereich der Körperbehaarung auftreten. Frühere Studien kommen hinsichtlich der Epidemiologie der AA zu widersprüchlichen Ergebnissen. Ziel der vorliegenden Metaanalyse war die Bestimmung von Inzidenz und Prävalenz sowie die Identifizierung von Prädiktoren der AA, der Alopecia totalis, ophiasis und universalis.Die Autoren führten ein Review aller publizierten Kohortenstudien und Querschnittsstudien durch, in denen AA und die Subtypen analysiert wurden; die Patientendaten stammen aus den Datenbanken MEDLINE, Embase, LILACS, Scopus, Cochrane Library und GREAT. Eine auf Zufallseffekten beruhende Metaanalyse wurde durchgeführt, um der signifikanten Heterogenität der Studien zu begegnen (I2=99,97 %).Den Inklusionskriterien entsprachen 94 Studien. Die gepoolte Prävalenz (95 %-Konfidenzintervall) der AA betrug insgesamt 2,11 % (1,82–2,42; n=302.157.365), mit deutlichen Unterschieden bei populationsbasierten (0,75; 0,49–1,06; n=301.173.403) oder klinikbasierten (3,47 %; 3,01–3,96; n=983.962) Studien. Die Prävalenz der Alopecia totalis, ophiasis und universalis betrug jeweils 0,08 % (0,04–0,13, n=1.088.149), 0,02 % (0,00–0,06, n=1.075.203) und 0,03 % (0,01-0,06, n=1.085.444). Die Prävalenz der AA (95 %-KI) nahm über die Zeit zu (<2000: 1,02 % [0,85–1,22]; 2000–2009: 1,76 % [1,51–2,03]; >2009: 3,22 % [2,59–3,92]; p=0,0001) und unterschied sich je nach geografischer Region. Die Prävalenz der AA war unter Erwachsenen (1,47 % [1,18–1,80] signifikant niedriger als unter Kindern (1,92 % [1,31–2,65]; p=0,0001).Das Fazit: AA betrifft etwa 2 % der weltweiten Population. AA tritt bei Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen, die Fallzahlen nehmen im zeitlichen Verlauf zu und unterscheiden sich regional sehr stark. (am) Autor: Lee et al.Korrepondenz: Department of Dermatology, Northwestern University Feinberg School of Medicine, Chicago, Illinois, USAStudie: Epidemiology of alopecia areata, ophiasis, totalis, and universalis: A systematic review and meta-analysisQuelle: J Am Acad Dermatol 2020 Mar;82(3):675–682.Web: dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2019.08.032
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