AMPeL: Arthrose Management Programm ermöglicht Lebensstiländerung15. April 2021 Foto: B. BOISSONNET / BSIP-stock.adobe.com Das Tübinger Sportprogramm AMPeL für PatientInnen mit Hüft- und Kniearthrose geht in die zweite Runde. Von der Volkskrankheit Arthrose sind in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen betroffen. Bis heute ist die Erkrankung nicht heilbar. Seit Jahren werden für die konservative Therapie der Hüft- und Kniearthrose ganzheitliche Konzepte gefordert. Diese beinhalten neben der Sport- und Bewegungstherapie Informationen über die Erkrankung, deren Ursachen und den damit verbundenen Möglichkeiten einer konservativen Therapiestrategie. Mit der Integration des Konzepts „AMPeL“ in die Regelversorgung deckt die Tübinger Sportmedizin der Medizinischen Universitätsklinik ein breites Spektrum der in den Leitlinien geforderten Basisinterventionen ab. Die „AMPeL“ Arthrose Management Programm ermöglicht Lebensstiländerung (AMPeL) ist ein sechsmonatiges Sport- und Bewegungsprogramm für PatientInnen mit Hüft- und Kniearthrose. Ab Mai startet die Abteilung Sportmedizin mit einer zweiten Staffel. Das Konzept umfasst mehrere Leistungen, unter anderem eine orthopädische Eingangsuntersuchung sowie eine motorische Funktionsanalyse, durch die der aktuelle körperliche Zustand zu Beginn der Intervention festgestellt wird. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse kann auf die individuellen Probleme jedes Einzelnen eingegangen werden. Die Sporttherapie findet zunächst als wöchentlicher Gruppenkurs statt, in dem das anschließende Heimtraining vorbereitet wird. Ab der siebten Woche besteht zusätzlich die Möglichkeit, am Gerätetraining teilzunehmen. Zusätzlich zur Bewegungstherapie erhalten die PatientInnen theoretische Elemente und Vorträge, die aktuelle Themen zur Erkrankung und zu einem erfolgreichen Training beinhalten. „Der Fokus des Programms liegt vor allem in der Schmerzreduktion und Verbesserung der Funktionsfähigkeit, sodass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wiederhergestellt oder verbessert wird. Die praktischen Übungselemente des Kurses sowie die gezielte Anleitung des Heimtrainingsprogramms befähigen die Kursteilnehmenden zunehmend Experten in „eigener Sache“ zu werden. Und das mit dem Ziel, auch langfristig eigenverantwortlich und gesundheitsförderlich körperlich aktiv sein zu können“, erklärt Simone Schweda, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Sportmedizin. Die Kosten des Kurses belaufen sich auf 635,42 Euro, die bei der Krankenkasse eingereicht werden können. Ob ein Antrag auf Kostenbeteiligung genehmigt wird, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Interessierte PatientInnen erhalten weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung bei Simone Schweda per E-Mail an [email protected].
Mehr erfahren zu: "Wie Schuppenflechte auf die Gelenke übergreift" Wie Schuppenflechte auf die Gelenke übergreift Forschende aus Erlangen haben die Wanderung von Entzündungszellen von der Haut in das Gelenk entschlüsselt.
Mehr erfahren zu: "Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen" Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) befürchtet, dass mit der jetzigen Ausgestaltung der Hybrid(H)-DRGs das angestrebte Ziel der Ambulantisierung nicht erreicht werden kann. Er fordert daher eine sachgerechte Refinanzierung vor […]
Mehr erfahren zu: "Osteoporose: Glätteunfälle als Warnsignal" Osteoporose: Glätteunfälle als Warnsignal Glätteunfälle sind im Winter eine häufige Ursache für Knochenbrüche – insbesondere bei älteren Menschen. Frakturen können auch ein erstes Anzeichen für eine bislang unerkannte Osteoporose sein, warnt die Deutsche Gesellschaft […]