Anästhesisten mobilisieren Hilfe für die Ukraine7. März 2022 Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein hat mit Unterstützung deutscher Anästhesisten Material und Geräte für Krankenhäuser und Hilfsstellen in der Ukraine und an anderen Orten auf den Weg gebracht. Foto: © DGAI/UKSH Geldspenden, die gesammelt werden. Narkosegeräte, die in das Kriegsgebiet transportiert werden. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die sich für die Versorgung von Verwundeten bereithalten: Auch die deutschen Anästhesisten helfen den Menschen in der Ukraine auf vielfältige Weise. In einem ersten Schritt haben die deutschen Anästhesisten hauptsächlich mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) für die Aktion „UKSH hilft Ukraine“ 20.000 Euro gespendet. Dies geben BDA und DGAI in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Das Geld fließt demnach in einen Spendenfonds, den das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein kurzfristig gegründet hat. Geplant sind damit der Kauf von Medikamenten und medizinischem Material zum Einsatz in Feldlazaretten und Krankenhäusern. Außerdem soll der Fonds Kosten für medizinische Behandlungen von ukrainischstämmigen wie russlanddeutschen Patientinnen und Patienten übernehmen. Erste Lastwagen sind in Norddeutschland gestartet Ein erster Hilfskonvoi mit 22 Paletten Material ist nach Angaben von BDA und DGAI auf dem Weg von Norddeutschland ins Kriegsgebiet. Geladen seien medizinische Verbrauchsmaterialien wie Handschuhe, Masken, Beatmungsbeutel, Verbandsmaterial und chirurgisches Equipment. Hinzu kämen zehn Paletten Arzneimittel, hunderte medizinische Instrumente sowie Geräte zur Ausrüstung von Operationssälen und Stationszimmern und einiges mehr. „Stündlich neue Hilfsangebote“ So unübersichtlich und so bedrohlich die Lage vor Ort ist, so groß ist inzwischen die von den Anästhesisten wahrgenommene Hilfsbereitschaft hierzulande, in der Bevölkerung, in den Kliniken und an vielen anderen Stellen: „Stündlich erreichen uns weitere Angebote“, beschreibt Prof. Frank Wappler, Präsident der DGAI, die Lage. Auch für seinen Verband gehe es darum, herauszufinden, wie am sinnvollsten Hilfe geleistet und wohin Güter gebracht werden können. Dabei schließt sich Wappler der Forderung der Weltgemeinschaft an, dass die Kämpfe in der Ukraine sofort aufhören müssen. „Den Meldungen zufolge gibt es auf ukrainischer und auf russischer Seite zahlreiche Verletzte, die versorgt werden müssten“, sagt BDA-Präsident Prof. Götz Geldner. Auch er bestätigt: „Wir sind bereit, jede mögliche Hilfe zu leisten.“ Anästhesist fordert Abtransport von Schwerverletzten Ein ukrainischer Anästhesist meldete BDA und DGAI aus Kiew am Freitagmorgen, dass die Angriffe auf die Hauptstadt zunähmen. Russische Truppen tauchten immer häufiger rund um die Stadt auf. Schon zwei Tage zuvor hatte der ukrainische Kollege gefordert, dass Schwerverletzte wegtransportiert werden müssten, weil die aufwendige Versorgung unter Beschuss nicht möglich sei. Zudem würden Materialien und Lebensmittel immer knapper. Unter der IBAN DE75 2105 0170 1400 1352 22 können Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Kolleginnen und Kollegen Geld an die Aktion überweisen.
Mehr erfahren zu: "Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau" Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau Erkältungen, psychische Probleme, Rückenschmerzen: Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit halten sich hartnäckig, wie neue Daten zeigen. Politiker stellen Regelungen wie die telefonische Krankschreibung infrage. Auch neue Modelle werden diktutiert.
Mehr erfahren zu: "Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung?" Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung? Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts aktueller Zahlen zu viele Fehltage wegen Krankheit kritisiert. Seine Partei stellt insbesondere die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, infrage.
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.