Angst und Influenza-Impfstatus beeinflussen COPD-Exazerbationen18. August 2020 © New Africa – stock.adobe.com (Symbolbild) Die wichtigsten Determinanten häufiger Exazerbationen bei Patienten mit COPD sind akute Verschlechterungen in der Vergangenheit, Angstzustände und ein negativer Influenza-Impfstatus. Das zeigen Ergebnisse einer Arbeitsgruppe aus Frankreich. Die Wissenschaftler hatten 932 Patienten mit COPD-Diagnose in ihre Studie eingeschlossen, davon wurden 446 Patienten (65,68% Männer; 35,59% aktive Raucher) bis zu 3 Jahre lang nachbeoachtet. Über ≥2 Exazerbationen im Jahr vor der Studie berichteten 239 Studienteilnehmer – sie wurden als Häufig-Exazerbierer betrachtet. Von diesen erlitten 142 (16,68%) auch im 1. Jahr der Studie häufige Exazerbationen und 69 (8,10%) zusätzlich im 2. Jahr. Basierend auf ihrer Hypothese – dass der Impfstatus und Komorbiditäten mit dem Exazerbationsprofil in Zusammenhang stehen – konnten die Studienautoren 4 Phänotypen bestimmen: A (selten), B (häufig bei untergewichtigen Patienten), C (transient) und D (häufig bei übergewichtigen Patienten). Häufig-Exazerbierer litten der Analyse zufolge an stärkerer Obstruktion und an mehr Symptomen. Unabhängig von den für die Definition der optimalen Anzahl von Clustern festgelegten Grenzwerte blieben Exazerbationen in der Vorgeschichte (OR 3,72; 2,53–5,49), Angstzustände (OR: 2,03; 1,24–3,31) und das Fehlen der jährlichen Influenza-Impfung (OR 1,97; 1,20–3,24) mit dem Phänotyp des Häufig-Exazerbierers assoziiert. Fazit Die wichtigsten Determinanten häufiger Exazerbationen bei Patienten mit COPD sind akute Verschlechterungen in der Vergangenheit, Angstzustände und ein negativer Influenza-Impfstatus. (ac) Autoren: Ouaalaya EH et al. Korrespondenz: El Hassane Ouaalaya; [email protected] Studie: Susceptibility to frequent exacerbation in COPD patients: Impact of the exacerbations history, vaccinations and comorbidities? Quelle: Respir Med 2020;169:106018. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2020.106018