Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen4. August 2021 Die HELP-App des SMITH-Konsortiums an ist fünf beteiligten Unikliniken im Einsatz und hilft, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen. Foto: privat Die in Jena entwickelte App HELP soll ärztlichem Klinikpersonal den zielgerichteten Einsatz von Antibiotika erleichtern und so helfen, die Resistenzbildung zu verringern. Patientinnen und Patienten mit einer Sepsis gezielt und wirkungsvoll zu behandeln und dabei insbesondere auf eine verantwortungsvolle Antibiotikatherapie zu achten – das ist das Ziel des klinischen Anwendungsfalls HELP („Hospital-wide ELectronic Medical Record Evaluated Computerised Decision Support System to Improve Outcomes of Patients With Staphylococcal Bloodstream Infection“). Die App wurde unter Federführung des Universitätsklinikums Jena im SMITH-Konsortium der Medizininformatik-Initiative entwickelt. „Als digitales Handbuch informiert die App die behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf Normal- und Intensivstationen über die jeweils nächsten diagnostischen und therapeutischen Schritte“, sagt Prof. André Scherag, Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften am Universitätsklinikum Jena und einer der SMITH-Sprecher. „Wir möchten so die Patientenversorgung unmittelbar verbessern. Aus diesem Grund evaluieren wir die App mit einer klinischen Studie, die in die Krankenversorgung eingebettet ist. “ Fünf deutsche Universitätsklinika sind an der HELP-Studie beteiligt An der klinischen Studie sind die fünf deutschen Universitätsklinika Aachen, Essen, Halle, Jena und Leipzig beteiligt. Mit dem Standort Essen befindet sich die App seit Ende Juni an allen Standorten im Einsatz. Mittlerweile können schon 54 von insgesamt 134 an der Studie beteiligte Stationen mit der HELP-App arbeiten. Dem Universitätsklinikum Jena zufolge gab es bisher schon vielfach positive Rückmeldungen von behandelnden Ärztinnen und Ärzten verschiedener Standorte über die übersichtliche Hilfestellung. HELP belegt, dass die Vernetzung der Datenintegrationszentren funktioniert „HELP zeigt die Möglichkeiten moderner digitaler Dienstleistungen und Infrastrukturen im Gesundheitsbereich auf“, betont das Universitätsklinikum Jena. Die an den SMITH-Standorten aufgebauten Datenintegrationszentren erschließen die für die HELP-Studie erforderlichen Daten, z.B. aus den mikrobiologischen Befunden, und stellen sie anonymisiert für die Studienauswertung bereit. „Die Zentren schaffen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die standortübergreifende Datennutzung. Wir zeigen mit HELP, dass das auch wirklich funktioniert“, so Dr. Danny Ammon, Leiter des Datenintegrationszentrums am Universitätsklinikum Jena. Die Datenintegrationszentren sollen als nachhaltige Struktur der Medizininformatik-Initiative dafür sorgen, dass medizinischen Daten für die Verbesserung von Versorgung und Forschung nutzbar werden.
Mehr erfahren zu: "Verletztenversorgung bei NATO-Bündnisfall-Übung: Verzahnung militärischer und ziviler Strukturen" Verletztenversorgung bei NATO-Bündnisfall-Übung: Verzahnung militärischer und ziviler Strukturen Die regionalen TraumaNetzwerke (TNW) Berlin und Brandenburg bringen ihre fachliche Expertise aktiv in die Nato-Bündnisfall-Übung „Medic Quadriga 2026“ ein. Sie findet in dieser Woche in Berlin statt, vermeldet die DGOU. […]
Mehr erfahren zu: "Italien nimmt Abschied von Jungen mit kaputtem Spenderherz" Italien nimmt Abschied von Jungen mit kaputtem Spenderherz Das Schicksal des kleinen Domenico bewegte Menschen weit über Italien hinaus. Zu seiner Beerdigung kamen mehrere Tausend Menschen. Inzwischen ermittelt die Staatanwaltschaft gegen mehrere Mediziner und Sanitäter.
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.