ASCO-Leitlinie zur systemischen Therapie bei Melanomen25. März 2021 © wavebreak3 – stock.adobe.com (Symbolbild) Um Medizinern einen Leitfaden für die systemische Therapie bei Melanomen an die Hand zu geben, hat die ASCO ein Expertengremium einberufen und die Literatur systematisch überprüft. Dabei konnten ein systematischer Review, eine Metaanalyse und 34 zusätzliche randomisierte Studien identifiziert werden. Die veröffentlichten Studien hätten eine breite Palette systemischer Therapien bei kutanen und nicht kutanen Melanomen umfasst, berichtet das Team um Dr. Rahul Seth von der State University of New York Upstate Medical University in Syracuse, USA. Die Empfehlungen lauten, dass im adjuvanten Setting bei Patienten mit reseziertem kutanen Melanom im Stadium IIIA/B/C/D mit BRAF-Wildtyp Nivolumab oder Pembrolizumab angeboten werden, bei der BRAF-mutierten Erkrankung eines dieser beiden Mittel oder die Kombination von Dabrafenib und Trametinib. Für oder gegen die Anwendung einer neoadjuvanten Therapie bei kutanen Melanomen konnten die Experten keine Empfehlung abgeben. Im nicht resezierbaren/metastasierten Setting sollte Patienten mit kutanem Melanom mit BRAF-Wildtyp Ipilimumab plus Nivolumab, Nivolumab allein oder Pembrolizumab allein angeboten werden, bei BRAF-mutierten Erkrankungen diese 3 Therapien oder die Kombinationstherapie mit BRAF/MEK-Inhibitoren mit Dabrafenib/Trametinib, Encorafenib/Binimetinib oder Vemurafenib/Cobimetinib. Bei Patienten mit Schleimhautmelanom raten Seth und seine Kollegen, dass die gleichen Therapien, die für das kutane Melanom empfohlen werden, angeboten werden können. Für oder gegen eine spezifische Therapie des Uvea-Melanoms konnten sie keine Empfehlung abgeben. Fazit Die ASCO hat eine Leitlinie zur systemischen Therapie bei Melanomen veröffentlicht. Die Leitlinie ist kostenlos im Volltext verfügbar. Weitere Informationen: www.asco.org/melanoma-guidelines. (sf) Autoren: Seth R et al. Korrespondenz: Rahul Seth; [email protected] Studie: Systemic Therapy for Melanoma: ASCO Guideline Quelle: J Clin Oncol 2020;38(33):3947–3970. Web: https://doi.org/10.1200/JCO.20.00198