Asklepios und Siemens-Betriebskrankenkasse schließen Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung29. Juli 2019 Lorenz Nowak, Leitender Arzt Asklepios Gauting, mit Martin Spegel und Rolf Gerlicher von der Siemens-Betriebskrankenkasse. Quelle: obs/Asklepios Kliniken Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) und die Asklepios Kliniken GmbH Co. KGaA haben einen Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung von langzeitbeatmeten Patienten (Weaning) geschlossen. Asklepios ist der dritte und bislang größte Krankenhausträger, der diesem Qualitätsvertrag beigetreten ist und dessen Weaning-Zentren als Spezialkliniken zur Beatmungsentwöhnung zertifiziert sind. Asklepios betreibt spezialisierte Weaning-Zentren in seinen Standorten in Gauting, Bad Wildungen und Hamburg Harburg. Die Zahl der Menschen, die in Deutschland in Kliniken oder zu Hause künstlich beatmet werden, steigt kontinuierlich. Hochrechnungen von 2018 gehen bundesweit von 15.000 bis 30.000 Beatmungspatienten aus, die daheim versorgt werden. Hinzu kommen mehrere Zehntausend stationäre Behandlungsfälle. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass ca. 60 bis 70 Prozent der Patienten, die auf Akut-Intensivstationen nicht von der Beatmung entwöhnt wurden, doch noch ein erfolgreiches Weaning erreichen können, wenn sie in einem spezialisierten Weaning-Zentrum betreut werden. Die Asklepios Lungenfachklinik in Gauting ist so ein von der Fachgesellschaft DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie) zertifiziertes Weaning-Zentrum. Der Vorteil: Ein speziell ausgebildetes Team von Ärzten, Pflegekräften, Atmungs- und Physiotherapeuten arbeitet mit einem strukturierten, individuellen Behandlungsplan auf eine Entwöhnung des beatmeten Patienten hin. Dafür stehen modernste Geräte für spezielle Beatmungsverfahren zur Verfügung. “Die Erfahrung zeigt, dass der weitaus größte Teil der Patienten, die von chronischer respiratorischer Insuffizienz betroffen sind, von der Intensivstation nicht in ein Weaning-Zentrum entlassen werden, sondern direkt in die häusliche Umgebung zurückkehren. Erst einmal in der ambulanten Intensivpflege angekommen, werden die Möglichkeiten einer Beatmungsentwöhnung häufig gar nicht oder zumindest nicht systematisch hinterfragt”, sagt Dr. Lorenz Nowak, Leitender Arzt Intensiv- und Beatmungsmedizin an der Gautinger Asklepios Klinik. Genau hier setzt der Qualitätsvertrag an und schließt diese Lücke. Er ermöglicht im Interesse der Patienten eine zielgerichtete, unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten auf stationärer und ambulanter Ebene. “Wir arbeiten eng mit den betreuenden Hausärzten zusammen und stellen gemeinsam im Rahmen regelmäßiger Voruntersuchungen und einer anschließenden Fallkonferenz fest, bei welchen Patienten ein Entwöhnungsversuch von der künstlichen Beatmung erfolgsversprechend sein kann”, erklärt Dr. Nowak den Vorteil eines zertifizierten Weaning-Zentrums. In 60 Prozent aller Fälle gelingt es Spezialisten wie ihm, den Patienten von seiner Beatmung zu entwöhnen. “Dies steigert vor allem die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, führt aber natürlich auch zu spürbar weniger Kosten in der häuslichen Pflege”. Die Gesamtkosten für die Intensivpflege belaufen sich auf etwa 15.000 bis 20.000 Euro pro Versicherten und Monat. Hochgerechnet sind dies bundesweit 2 bis 4 Milliarden Euro pro Jahr.
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.
Mehr erfahren zu: "Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus" Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus Der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) zufolge haben die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, eine Grippe.
Mehr erfahren zu: "Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose" Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose Beim Standard der Versorgung und Behandlung Schwerverletzter Patienten zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor, wie das Klinikum mitteilt.