Asthma Impairment and Risk Questionnaire verbessert Beurteilung der Asthmakontrolle: Berücksichtigung vorangegangener Exazerbationen13. Dezember 2023 SACRAMENTO (Biermann) – Mit dem symptombasierten Asthma Control Test (ACT) wird die Asthmakontrolle überschätzt, urteilen die Autoren einer neuen Studie. In einem von ihnen durchgeführten Vergleich schnitt der Asthma Impairment and Risk Questionnaire (AIRQ) besser ab. Der AIRQ bewertet das Risiko zusätzlich zur Symptomkontrolle und könne dazu dienen, die Bestimmung der Asthmakontrolle durch die Beurteilung vorangegangener Exazerbationen zu verbessern, schreiben die Wissenschaftler. Man nutzte Ausgangsdaten aus einer Längsschnittstudie zum AIRQ und analysierte diese. Die Daten stammten von 1112 Asthmapatienten in den USA (Alter ≥12 Jahre) aus 24 Facharztpraxen und einer Facharztklinik und machten Angaben sowohl zum AIRQ als auch zum ACT. Insgesamt waren 1112 Teilnehmer in die Studie eingeschrieben (Durchschnittsalter 43,9 Jahre [SD 19,3]; 70 % Frauen; 78 % Weiße). Als gut oder vollständig schätzten 62 % der Probanden ihre Asthmakontrolle ein, bei 54 % teilten die behandelnden Ärzte diese Auffassung. Der ACT stufte 49 % der Teilnehmer als gut kontrolliert ein, in 35 % der Fälle kam der AIRQ zu einem ähnlichen Ergebnis. Exazerbationen im Vorjahr hatten 32 % derjenigen Teilnehmer erlebt, die ihre Asthmakontrolle für mindestens gut hielten. Exazerbationen im Vorjahr hatte es bei 30 % derjenigen gegeben, die Ärzte als mindestens gut kontrolliert einstuften. 29 % der Patienten mit einer laut dem ACT guten Asthmakontrolle hatten akute Verschlechterungen im Vorjahr erlitten – bei den mit dem AIRQ als gut kontrolliert kategorisierten waren es nur 15 %. (ac) Autoren: Chipps B et al. Korrespondenz: [email protected] Studie: The Asthma Impairment and Risk Questionnaire enhances the assessment of asthma control Quelle: Ann Allergy Asthma Immunol 2023;131(4):436–443.e1. doi: 10.1016/j.anai.2023.04.024