Asthma- und Allergierisiko: Hunde und Katzen können Risiko senken

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Wechselwirkungen zwischen Umwelteinflüssen im frühen Leben können das Risiko von Asthma und allergischen Erkrankungen noch komplexer machen, und die Risiko-Expositionskurve ist möglicherweise nicht linear. Ob der Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Haus- und Nutztieren und dem Asthma- und Allergierisiko bei Kindern unabhängig voneinander oder in Synergie wirkt, bleibt deshalb weitgehend unbekannt.

Nun zeigt eine finnische Studie, dass das erste Lebensjahr gemeinsam mit einem Hund oder einer Katze im Haushalt zu verbringen, Kinder vor Asthma und Allergien schützen kann. Nutztiere scheinen hingegen keinen Einfluss auf das kindliche Risiko für Asthma und Allergien zu haben.

In ihre Studie hatten Vincent Ojwang von der Universität in Tampere, Finnland, und Kollegen 3781 Kinder eingeschlossen, die an einer landesweiten Studie zur Vorhersage und Prävention von Typ-1-Diabetes teilgenommen hatten. Im Alter von 5 Jahren erhielten die Eltern eine validierte Version des Fragebogens der International Study of Asthma and Allergies in Childhood, um Informationen über Asthma und allergische Erkrankungen sowie die Exposition gegenüber Haus- und Nutztieren in Innenräumen während des ersten Lebensjahres zu sammeln. Allergenspezifische IgE-Antikörper bestimmten die Forscher aus Serumproben der Studienteilnehmer.

Dabei zeigte sich, dass die Haltung eines Hundes im Haus umgekehrt mit dem Risiko für Asthma (Hazard Ratio [HR] 0,60; 95%-Konfidenzintervall [KI) 0,38–0,96), allergischer Rhinitis (Odds Ratio [OR] 0,72; 95%-KI 0,53–0,97) und atopischer Sensibilisierung (OR 0,77; 95%-KI 0,63–0,96) assoziiert war. Der Besitz einer Katze war mit einem verringerten Risiko für ein atopisches Ekzem verbunden (OR 0,68; 95%–KI 0,51–0,92). Nutztiere hatten weder unabhängig noch in Synergie mit Haustieren einen Einfluss auf das Asthma- und Allergierisiko.

Fazit
Ein Hund oder eine Katze im Haus im ersten Lebensjahr eines Kindes kann dieses vor Asthma und Allergien schützen. Künftige Forschungsarbeiten sollten spezifische ursächliche Expositionen durch Haustiere in Innenräumen ermitteln und prüfen, ob sie zur Allergieprävention empfohlen werden könnten, schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen. (ej)

Autoren: Ojwang V et al.
Korrespondenz: Vincent Ojwang; [email protected]
Studie: Early exposure to cats, dogs and farm animals and the risk of childhood asthma and allergy
Quelle: Pediatr Allergy Immunol 2020;31(3):265–272.
Web: https://doi.org/10.1111/pai.13186