Atemphysiotherapie hilft bei Infektion der unteren Atemwege22. Juni 2020 © Antonioguillem – stock.adobe.com (Symbolbild) Patienten mit einer ambulant medikamentös behandelten Infektion der unteren Atemwege (LRTI) können laut einer neuen Studie durchaus von einer Atemphysiotherapie profitieren. Bislang sei ein positiver Effekt bei diesen Patienten umstritten gewesen, schreiben die Autoren. Für ihre einfach verblindete, randomisierte, kontrollierte Studie rekrutierten die Wissenschaftler ambulante Patienten des örtlichen Krankenhauses und wiesen sie durch Randomisierung einer Kontrollgruppe mit medikamentöser Standardtherapie und einer Interventionsgruppe (medikamentöse Standardtherapie plus Atemphysiotherapie) zu. Die Atemphysiotherapie umfasste Atemtechniken und Übungen zur Befreiung der Atemwege, ein Bewegungstraining und Aufklärung im Rahmen eines 3-wöchigen Programmes. Die Studie wurde von 97 Patienten (53 Kontrollen und 44 Patienten in der Interventionsgruppe) abgeschlossen. Danach zeigte sich in beiden Gruppen bei allen untersuchten Variablen (Wheezing, SpO2, modifizierte Medical Research Council Scale [mMRC]), 6MWT, FEV1 , FVC, Lungendichte und -volumen) mit Ausnahme der Werte auf der modifizierten Borg-Skala eine Verbesserung. Das Ausmaß der Verbesserungen in der Interventionsgruppe übertraf das in der Kontrollgruppe in Bezug auf die Anzahl von Rasselgeräuschen, die SpO2, die Werte auf der mMRC und beim 6MWT. Fazit Eine Atemphysiotherapie zusätzlich zur pharmakologischen Behandlung von ambulanten Patienten mit LRTI führt zu einer besseren Wiederherstellung der Symptome und Funktionsparameter. (ac) Autoren: Marques A et al. Korrespondenz: Alda Marques; [email protected] Studie: A randomized controlled trial of respiratory physiotherapy in lower respiratory tract infections Quelle: Respir Med 2020;162:105861. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2019.105861