Atemtherapie mit virtueller Unterstützung28. September 2020 Foto: © thingamajiggs – Adobe Stock Zusätzlich zur Förderung des Projektes „Translationsregion digitalisierte Gesundheitsversorgung (TDG)“ im „WIR“-Programm hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kurzfristig ein ergänzendes Verbund-Projekt bewilligt. Hintergrund für das Projekt ist eine Problemstellung, die sich aufgrund der Corona-Pandemie ergeben hat. Ein Projekt davon ist das Projekt „DiGiVID19“. Es fokussiert sich auf den Aspekt der Rehabilitation bei COVID-19-Patientinnen und -Patienten, um diese schrittweise wieder am Alltag teilhaben zu lassen. Gemeinsam mit dem Dorothea Erxleben Lernzentrum der Medizinischen Fakultät Halle und Partnern aus der Wirtschaft wird eine virtual- beziehungsweise augmented-reality-basierte Atemtherapie und Stressreduktion entwickelt. „Das soll dazu beitragen, die Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion abzumildern und gleichzeitig die Atemfunktion zu verbessern, da das Virus ja auch insbesondere das Lungengewebe angreift. Für den Verlauf ist es relevant, dass die in der stationären Rehabilitation vermittelten Techniken auch weiter umgesetzt werden, doch das ist aufgrund mangelnder physiotherapeutischer Ressourcen nur für eine Minderheit der Patientinnen und Patienten längerfristig möglich“, erklärt Sebastian Hofstetter, Projektverantwortlicher und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dorothea Erxleben Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Halle. Die VR-Anwendung sei eine vielversprechende Lösung für das häusliche Lebensumfeld, die diese Lücke schließen könne. „Hinzukommt, dass diese Anwendung nicht auf COVID-19 limitiert ist, sondern auch Menschen mit anderen Lungenerkrankungen, wie COPD oder chronisches Asthma davon profitieren können. Gerade in der Bergbauregion im südlichen Sachsen-Anhalt gibt es eine überdurchschnittliche hohe Zahl an Menschen, die diese Krankheiten haben, aber auch in ähnlichen Regionen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen oder dem Saarland“, so Hofstetter.
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