Atopische Dermatitis: Auftreten extrakutaner Infektionen27. Mai 2019 © DOC RABE Media – stock.adobe.com Die Atopische Dermatitis (AD) geht zumeist mit einer erhöhten bakteriellen Kolonisation und daraus folgend häufigeren Infektionen der Haut sowie möglicherweise auch extrakutanen Infektionen einher. Die Ergebnisse früherer Studien kommen diesbezüglich jedoch zu widersprüchlichen Ergebnissen, was die Entwicklung extrakutaner Infektionen bei AD angeht. US-amerikanische Dermatologen führten daher eine Meta-Analyse durch, um festzustellen, ob extrakutane bakterielle oder mykobakterielle Infektionen bei Vorliegen einer AD vermehrt auftreten. Die gepoolte Meta-Analyse wurde unter Beachtung der Zufallsgewichtung durchgeführt. Die Autoren fanden lediglich 7 Studien, die den Inklusionskriterien entsprachen. In allen diesen Untersuchungen wurde bei AD-Patienten eine erhöhte Chance für das Auftreten mindestens 1 extrakutanen Infektion gefunden, darunter Entzündungen der Herzinnenhaut, Meningitis, Enzephalitis, Knochen- und Gelenksinfektionen sowie Sepsis. AD war bei Kindern wie bei Erwachsenen mit einem höheren Chancenverhältnis für Infektionen des Ohres (Chancenverhältnis 1,29; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,16–1,43), für Halsentzündungen (Chancenverhältnis 2,31; 95 %-KI, 1,66–3,22) und Infektionen der Harnwege (Chancenverhältnis 2,31; 95 %-KI 1,66–3,22) assoziiert, nicht jedoch für Lungenentzündungen (Chancenverhältnis 1,72; 95 %-KI 0,75–3,98). Ein Publikations-Bias (Tendenz zur einseitigen Veröffentlichung) konnte nicht festgestellt werden. (am)
Mehr erfahren zu: "Klimawandel verändert Hauterkrankungen weltweit" Klimawandel verändert Hauterkrankungen weltweit Mehr als 40 Prozent der Länder weltweit berichten über klimabedingte Veränderungen der Prävalenz und/oder des Schweregrads von Hauterkrankungen. Länder mit niedrigerem Einkommen sind davon unverhältnismäßig stark betroffen.
Mehr erfahren zu: "Wiederholte Allergenexposition kann neuronale Prozesse der Sensibilisierung verstärken" Wiederholte Allergenexposition kann neuronale Prozesse der Sensibilisierung verstärken Eine präklinische Studie identifiziert sensorische Neurone als mögliche Vermittler einer „allergischen Erinnerung“. Eine wiederholte Allergenexposition verstärkte im Mausmodell die neuroimmunologische Sensibilisierung.
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser auf „Müll-Diät“" Krankenhäuser auf „Müll-Diät“ Das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim erhebt mit seiner deutschlandweiten Benchmarkstudie verlässliche Kennwerte zur Abfallentstehung und -vermeidung in Kliniken. Diese gehören zu den relevantesten Abfallerzeugern in Deutschland.