Atopische Dermatitis: Dupilumab senkt Infektionsrate

Neurodermitis
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Die Atopische Dermatitis (AD) ist durch Defekte der Hautbarriere, die Aktivierung der an der humoralen Immunantwort beteiligten Typ2-T-Helferzellen sowie ein erhöhtes Risiko für kutane und extrakutane Infektionen gekennzeichnet. In verschiedenen klinischen Studien konnte durch eine Therapie mit Dupilumab die Rate der Hautinfektionen bei AD gesenkt werden.

Kanadische Dermatologen haben in einem systematischen Review der wissenschaftlichen Literatur die Wirkung von Dupilumab auf die Infektionsrate bei AD-Patienten evaluiert. Der Risikoquotient sowie die 95 %-igen Konfidenzintervalle für Hautinfektionen, Infektionen mit dem Herpesvirus sowie allgemeine Infektionen und Infestationen wurden mittels binärer Zufalls­effekte für den Vergleich von Dupilumab mit Placebo kalkuliert.

In die Analyse flossen die Daten aus 8 randomisierten kontrollierten Studien mit 2.076 Patienten ein; die Nachkontrollzeit lag zwischen 4 und 52 Wochen. Die Metaanalyse (alle Dosierungen, alle Nachuntersuchungszeiträume) erbrachte beim Vergleich von Dupilumab vs. Placebo einen Risikoquotienten für Hautinfektionen von 0,54 (95 % Konfidenzintervall, 0,42-0,70) und ein Chancenverhältnis für Ekzema herpeticatum von 0,34 (95 % Konfidenzintervall, 0,14-0,84). Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Therapie mit Dupilumab und Herpesinfektionen (Risiko­quotient 1,16, 95-%-Konfidenzintervall, 0,78-1,74) oder allgemeinen Infektionen (Risikoquotient 0,98, 95-%-Konfidenzintervall, 0,83–1,16) gefunden.

Fazit
Die Autoren schränken die Aussagekraft ihrer Analyse ein, da die Nachuntersuchungszeiträume der meisten Studien eher kurz und die Teilnehmerzahlen gering waren. Sie ziehen jedoch das Fazit, dass ­Dupilumab mit einer Abnahme der Inzidenz für Hautinfektionen und Herpesinfektionen bei AD-Patienten in Zusammenhang steht. Der zugrunde­liegende Mechanismus dieses Zusammenhangs ist nicht eindeutig erklärbar; er dürfte aber nach Meinung der Autoren darauf basieren, dass die Infektionsrate mit dem Schweregrad der AD im Therapieverlauf abnimmt.

Autor: Fleming et al.
Korrespondenz: Division of Dermatology, Department of Medicine, University of Toronto, Toronto, Ontario, Canada
Studie: Risk of infection in patients with atopic dermatitis treated with dupilumab: A meta-analysis of randomized controlled trials.
Quelle: J Am Acad Dermatol 2018 Jan;78(1):62–69.e1.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2017.09.052