Atopische Dermatitis in Europa und den USA: Korrelation von Schweregrad und Lebensqualität14. September 2020 ©DOC RABE Media – stock.adobe.com Ein besseres Verständnis für den Zusammenhang zwischen Atopischer Dermatitis (AD) und gesundheitsbezogener Lebensqualität (health-related quality of life, HRQoL) könnte zu einer effektiveren Therapie von AD-Patienten führen, so die Autoren einer kürzlich im „British Journal of Dermatology“ publizierten Studie. Um den Zusammenhang zwischen Schwere der AD und Wahrnehmung der AD-Symptomatiken seitens der betroffenen Patienten zu untersuchen, wurde eine Internet-basierte Umfrage durchgeführt, an der insgesamt 1232 Patienten teilnahmen (mittelschwere bis schwerer AD, n = 1098; Subgruppe mit leichter AD, n = 134).Die Umfrage wurde in 4 Ländern durchgeführt: Frankreich (n = 221), Deutschland (n = 209), Großbritannien (n = 118) und den USA (n = 550). Die soziodemografischen und klinischen Merkmale der AD erschienen in den genannten Ländern gleichförmig und vergleichbar.Bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer AD korrelierte der höhere Schweregrad mit einer schlechteren HRQoL. Der Schweregrad der AD wiederum korrelierte positiv mit POEM (Patient-Oriented Eczema Measure). Individuen mit mittelschwerer bis schwerer AD wiesen gemäß EuroQol-5D, Dermatology Life Quality Index (DLQI) sowie POEM schlechtere Ergebnisse auf als die Patienten mit leichter AD. Diese Resultate waren über alle 4 Länder gleich und konsistent.Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von AD-Patienten muss es zu Fortschritten kommen, so die Autoren. Die Last der von AD betroffenen Patienten (Schlafstörungen, Angst, Depressionen) steigt und fällt mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie der damit assoziierten, individuellen Wahrnehmung der Krankheitslast. (am)
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