Atopische Dermatitis: KI-Modell erkennt Komplikationen14. März 2023 Foto: © KleverLevel – stock.adobe.com Ein Team von Dermatologen hat ein Modell der künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt, das Patienten mit atopischer Dermatitis hilft, Komplikationen durch bakterielle oder virale Infektionen zu erkennen und zwischen Ekzemen und Hautläsionen zu unterscheiden, die durch eine Art von Blutkrebs verursacht werden. Die atopische Dermatitis (AD) ist eine chronische Krankheit, von der etwa 12 Prozent der Menschen betroffen sind und die häufig in der Kindheit beginnt. Patienten mit AD haben typischerweise eine unterdrückte Immunbarriere der Haut, die ihren Schutz gegen mikrobielle Erreger verringert, was zu Komplikationen des Ekzems durch bakterielle oder virale Infektionen führt. Dazu können Herpes simplex, Impetigo und Eczema herpeticum gehören. Für die Patienten ist es schwierig, zu erkennen, ob eine AD zu einer dieser Komplikationen geführt hat, da das Erscheinungsbild der Symptome auf der Haut ähnlich einer AD ist. Darüber hinaus kann Mycosis fungoides, eine Art Blutkrebs, der Hautläsionen verursacht, ebenfalls ähnliche Symptome wie AD aufweisen und mit AD koexistieren. Einige Medikamente gegen AD können sogar Infektionen oder Mycosis fungoides verschlimmern. Eine korrekte und frühzeitige Diagnose von Komplikationen und bösartigen Erkrankungen ist entscheidend für eine angemessene Behandlung und bessere Ergebnisse. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome können die Patienten jedoch nicht immer alle abnormen Symptome erkennen und so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Um dieses Problem anzugehen, trainierte das Team sein Modell eines neuronalen Netzwerks auf nicht standardisierten Bildern von AD, Impetigo, Mycosis fungoides, Herpes simplex und Eczema herpeticum. Anschließend verglichen sie die Diagnosegenauigkeit der künstlichen Intelligenz mit einer Reihe von Nicht-Standard-Bildern, die von Dermatologen manuell beschnitten und diagnostisch kommentiert wurden. Sie stellten fest, dass ihr System eine Diagnosegenauigkeit erreichte, die fast der des manuell bewerteten Bildsatzes entsprach. Das Team entwickelt derzeit eine KI-gestützte Smartphone-App zur Übersetzung ihres Systems, die es den Patienten ermöglicht, ihre Hautkrankheiten mit der Kamera ihres Telefons zu managen. Das Team ist davon überzeugt, dass diese Technologie Patienten mit Hautkrankheiten dabei helfen wird, ihre Beschwerden effektiv und effizient behandeln zu lassen.
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