ATP-Citrat-Lyase-Inhibitor zur Senkung des LDL-Cholesterins

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Wie wirksam und sicher der ATP-Citrat-Lyase-Inhibitor Bempedoinsäure auf lange Sicht ist, wurde in der aktuellen CLEAR-Harmony-Studie überprüft.

Prof. Kausik K. Ray vom Imperial College London und Kollegen kommen zu dem Schluss, dass die Zugabe von Bempedoinsäure zu einer maximal verträglichen Statintherapie über 52 Wochen nicht zu einer höheren Inzidenz unerwünschter Ereignisse insgesamt als bei Placebo und zu einem signifikant niedrigeren LDL-Cholesterinspiegel geführt habe.

Als geeignet für die Studie galten Patienten mit atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen, heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie oder beidem, einem LDL-Cholesterinspiegel von ≥70 mg/dl unter maximal verträglicher Statintherapie mit oder ohne zusätzliche lipidsenkende Therapie.

Von den 2230 aufgenommenen Patienten wurden 1488 für Bempedoinsäure und 742 für Placebo randomisiert (2:1). Als primärer Endpunkt galt die Sicherheit, als wichtigster sekundärer Endpunkt (Haupt-Wirksamkeitsendpunkt) die prozentuale Änderung des LDL-Cholesterinspiegels in Woche 12 von 52 Wochen.

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, betrug der mittlere LDL-Cholesterinspiegel (± Standardabweichung) zu Studienbeginn 103,2 ±29,4 mg/dl. Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse (1167/1487 Patienten [78,5%] in der Gruppe mit Bempedoinsäure und 584/742 [78,7%] in der Placebogruppe) und schwerwiegender unerwünschter Ereignisse (216 Patienten [14,5%] respektive 104 [14,0%]) habe sich zwischen den beiden Gruppen im Interventionszeitraum nicht wesentlich unterschieden, berichten Ray und Kollegen.

Allerdings war die Inzidenz nachteiliger Ereignisse, die zum Absetzen des Regimes führten, in der Gruppe mit Bempedoinsäure höher als in der Placebogruppe (162 Patienten [10,9%] vs. 53 [7,1%]), ebenso wie die Inzidenz von Gicht (18 Patienten [1,2%] vs. 2 [0,3%]).

In Woche 12 hatte Bempedoinsäure den mittleren LDL-Cholesterinspiegel um 19,2 mg/dl gesenkt, was einer Veränderung von –16,5% vs. dem Ausgangswert entsprach (Differenz vs. Placebo gegenüber dem Ausgangswert: –18,1 Prozentpunkte; 95%-Konfidenzintervall –20,0 bis –16,1; p<0,001). Die Ergebnisse zu Sicherheit und Wirksamkeit seien unabhängig von der Intensität der Statin-Hintergrundtherapie konsistent gewesen, ergänzen die Wissenschaftler.

Fazit
In dieser 52-wöchigen Studie führte die Zugabe von Bempedoinsäure zusätzlich zu einer maximal verträglichen Statintherapie nicht zu einer höheren Inzidenz unerwünschter Ereignisse insgesamt als bei Placebo und zu einem signifikant niedrigeren LDL-Cholesterinspiegel. (sf)

Autoren: Ray KK et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Safety and Efficacy of Bempedoic Acid to Reduce LDL Cholesterol
Quelle: N Engl J Med 2019;380(11):1022–1032.
Web: https://doi.org/10.1056/NEJMoa1803917