Auf der Suche nach neuen Krebstherapeutika2. August 2021 Dem Einfluss körpereigener Cannabinoide auf die Tumorentwicklung auf der Spur: PD Dr. Robert Ramer (v.l.), Prof. Dr. Burkhard Hinz und M.Sc. Felix Wittig Foto: © Universitätsmedizin Rostock Das Interesse an neuen Therapeutika gegen die Metastasierung von Krebszellen ist ungebrochen. Wie das Team um Prof. Burkhard Hinz von der Universitätsmedizin Rostock im Rahmen eines DFG-geförderten Projekts nun zeigen konnte, bewirkt das “small molecule” JZL184, ein Hemmer des Enzyms Monoacylglycerollipase, eine antimetastatische und antiinvasive Wirkung auf Lungenkrebszellen. Das Enzym ist für den Abbau von Monoacylglyceriden verantwortlich und katalysiert auf diese Weise auch die Spaltung des Endocannabinoids 2-Arachidonoylglycerol. Entsprechende Untersuchungen, die unter anderem durch den Medizindoktoranden Jan-Lukas Prüser, den Biologen PD Dr. Robert Ramer und den Medizinischen Biotechnologen Felix Wittig durchgeführt wurden, ist eine Blockade des Endocannabinoid-Abbaus für die in vitro und in vivo am Tiermodell gezeigten Antikrebs-Effekte von JZL184 verantwortlich. “Die Modulation der körpereigenen Endocannabinoid-Konzentration ist neben der exogenen Gabe von Cannabinoiden ein vielversprechender pharmakotherapeutischer Ansatz, der derzeit präklinisch Perspektiven auf neue Krebstherapeutika eröffnet”, so Hinz, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie.Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden in der Mai-Ausgabe des US-Journals “Molecular Cancer Therapeutics” veröffentlicht. Publikation: Prüser JL, Ramer R, Wittig F, Ivanov I, Merkord J, Hinz B. The Monoacylglycerol Lipase Inhibitor JZL184 Inhibits Lung Cancer Cell Invasion and Metastasis via the CB1 Cannabinoid Receptor. Mol Cancer Ther 2021;20(5):787-802.
Mehr erfahren zu: "Köln: Neues Zentrum für Rezidivtumoren im weiblichen Becken" Köln: Neues Zentrum für Rezidivtumoren im weiblichen Becken Die Uniklinik Köln hat das Centrum zur Behandlung und Erforschung von Rezidivtumoren im weiblichen Becken (CRB) gegründet.
Mehr erfahren zu: "Schilddrüsenhormon T3 mindert Rezidivrisiko bei Medulloblastomen" Schilddrüsenhormon T3 mindert Rezidivrisiko bei Medulloblastomen Die Gabe des Schilddrüsenhormons Triiodthyronin (T3) nach einer Chemotherapie kann das Wachstum von Medulloblastomen signifikant unterdrücken und Rezidive verhindern. Darauf deuten die Ergebnisse präklinischer Studien hin.
Mehr erfahren zu: "Sind Ärzte-Siegel des „Focus“ irreführend?" Sind Ärzte-Siegel des „Focus“ irreführend? Testsiegel für Ärzte unterliegen strengen Anforderungen sowohl in Bezug auf das zugrundeliegende Testverfahren als auch die Gestaltung der Test-Logos. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil zu Ärzte-Siegeln der […]