Aufbau eines biomedizinischen Kompetenzzentrums: DFG fördert Spitzenforschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg15. Dezember 2023 Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg baut mit Förderung der DFG ein biomedizinisches Kompetenzzentrum auf. (Bild: Eric Lichtenscheidt/H-BRS) Großer Erfolg für die forschungsstarke Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Aufbau eines Zentrums für biomedizinische Forschung. Das Vorhaben der Hochschule ist eins von bundesweit zehn Projekten, die die DFG für ihr „Forschungsimpulse“-Programm ausgewählt hat. Die H-BRS erhält dafür in den nächsten fünf Jahren rund 6 Millionen Euro. Es ist das erste Mal, dass die DFG Verbundprojekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fördert. „Ich danke unseren Forschenden für die hervorragende Arbeit, die nun im Rahmen der Förderung durch die DFG über einen Zeitraum von fünf Jahren eine ausgezeichnete Grundlage erhält, um einen Forschungsschwerpunkt Life Sciences zu entwickeln“, sagt Professor Remi Maier-Rigaud, Vizepräsident Forschung und Wissenschaftlicher Nachwuchs an der H-BRS. „Dies ist ein Meilenstein für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Wir beweisen erneut: Bei uns findet Spitzenforschung statt.“ Überzeugt hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit ihrem Plan für ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Transportmechanismen in Zellen und ihre molekularen Wechselwirkungen. In dem Zentrum werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen der Hochschule zusammenarbeiten, um zum Beispiel die Hintergründe von Krankheiten des Stoffwechsels und des Immunsystems oder Bluthochdruck zu erforschen. H-BRS knüpft internationales Forschungsnetzwerk Das neue biomedizinische Zentrum der H-BRS knüpft an das ausgeprägte Profil der Hochschule in den Bio- und Lebenswissenschaften an. Sprecher des Forschungsverbundes ist Professor Mike Althaus, der unter anderem zur molekularen Physiologie von Ionenkanälen und Transportern forscht. Das „CytoTransport“ genannte Projekt soll zunächst bis 2029 laufen. Eine Fortsetzung ist möglich. Es beinhaltet die Einrichtung einer Nachwuchsgruppe sowie umfangreiche Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Zentrum arbeitet fachübergreifend und international, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden mit Forschungseinrichtungen in Deutschland, den USA, Dänemark, Großbritannien und Israel zusammenarbeiten. „Wir freuen uns sehr über die Förderung dieses Projektes. Transportvorgänge spielen bei fast allen Prozessen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle“, sagt Professor Mike Althaus. „Beeinträchtigte Transportprozesse stehen mit wichtigen menschlichen Krankheiten in Verbindung. Daher sind das Verständnis der Mechanismen sowie die Modulation zellulärer Transportprozesse eine Voraussetzung für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien für diese Krankheiten und ein lohnendes Ziel zur Förderung der menschlichen Gesundheit.“ In dem neuen interdisziplinären Forschungszentrum arbeitet Professor Mike Althaus , zusammen mit Professor Matthias Preller, Professor Jörn Oliver Sass, Professorin Margit Schulze, Professor Christopher Volk und Professor Steffen Witzleben aus dem Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Professor Dirk Reith (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation), Dr. Karl Kirschner (Fachbereich Informatik), sowie Dr. Katrin Richter von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist es eine Premiere: Sie fördert mit dem „Forschungsimpulse“-Programm erstmals größere Verbundprojekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und stellt dafür insgesamt 49 Millionen Euro plus einer Programmpauschale von 22 Prozent bereit. Die DFG hat aus 69 Vorschlägen zehn Vorhaben ausgewählt, die für zunächst fünf Jahre gefördert werden. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gehört somit zu den ersten Hochschulen, die von dem neuen Förderprogramm profitieren. Aus der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft ist daneben nur die Hochschule Bochum mit einem Verbundprojekt dabei.
Mehr erfahren zu: "Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei" Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei Multiple Sklerose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, führt erst das molekulare Zusammenspiel […]
Mehr erfahren zu: "2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom" 2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom Eine neue Studie bestätigt, dass bestimmte humane Herpesviren bereits vor tausenden Jahren Teil des menschlichen Genoms wurden. Die aktuellen Genomdaten liefern den ersten direkten Beweis für die Entwicklung der Viren […]
Mehr erfahren zu: "Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken" Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken Bei fünf bis zehn Prozent der Darmkrebspatienten spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Dabei ist der Anteil bei jüngeren Personen höher. Die DNA-Analyse von Darmpolypen liefert wichtige zusätzliche Informationen über die […]