Aufruf: Notfallambulanzen entlasten!1. April 2020 Foto: stockphoto-graf, AdobeStock Zur Entlastung der Kliniken angesichts der aktuellen Corona-Krise richten Orthopäden und Unfallchirurgen einen Appell an die Patienten. “Bitte gehen Sie in der aktuellen Situation mit nicht lebensbedrohlichen orthopädisch-unfallchirurgischen Verletzungen und akuten Schmerzen während der regulären Öffnungszeiten nicht zuerst in die Notfallambulanz einer Klinik, sondern in eine ambulante Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Ihrer Nähe”, so der gemeinsame Aufruf von BVOU, DGOU, DGU, DGOOC und VLOU. Auch eine ambulante fachärztliche Versorgung am Wochenende sei, sofern in einem Bundesland nicht bereits flächendeckend Portalpraxen oder Notfallstrukturen außerhalb von Kliniken arbeiteten, möglich. Kreuzband- und Meniskusverletzungen, ein Gichtanfall, akute Rücken- oder Schulterschmerzen, ein verstauchter Fuß, eine gebrochene Hand oder andere Verletzungen, die keine unmittelbare stationäre Versorgung erfordern, könnten während der regulären Sprechzeiten jederzeit in den ambulanten Facharztpraxen für Orthopädie und Unfallchirurgie versorgt werden. “Das gilt immer und in Zeiten der Corona-Krise ganz besonders”, heißt es weiter. Die chirurgischen und orthopädischen Praxen hätten in den vergangenen Tagen alle nicht dringlichen Termine verschoben und sich auf den Notfallbetrieb vorbereitet. “Angesichts der rasch steigenden Zahl an Infektionen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 dürfen die Klinikambulanzen nicht weiter überfordert werden”, so die Fachärzte. Unter der Plattform www.orthinform.de können Patienten eine Facharztpraxis in ihrer Nähe finden, unter anderem auch Praxen, die speziell für Arbeitsunfälle zugelassen sind. Für die Verbände und Gesellschaften sprechen: Dr. Johannes Flechtenmacher, Präsident der BVOU Dr. Burkhard Lembeck, Kongresspräsident DKOU 2020 Prof. Dr. Michael Raschke, Präsident DGU Prof. Dieter C. Wirtz, Präsident DGOU, DGOOC Prof. Dr. Dietmar Pennig, Generalsekretär DGOU Prof. Dr. Bernd Kladny, Stellvertretender Generalsekretär DGOU Prof. Dr. Michael Schädel-Höpfner, 1.Vorsitzender VLOU
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