Augenklinik Sulzbach: Offiziell größtes augenmedizinisches Zentrum Deutschlands

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Die Augenklinik Sulzbach der Knappschaft Kliniken Saar hat bekannt gegeben, dass sie jetzt offiziell die größte Augenklinik Deutschlands ist.*

Mit mehr als 7000 stationären Behandlungsfällen pro Jahr nimmt die Augenklinik Sulzbach auf Grundlage der Referenzdatenbank „Qualitätsberichte der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nun im bundesweiten Vergleich der vollversorgenden Augenkliniken die führende Position ein.

Patienten kommen aus gesamtem Bundesgebiet und dem Ausland

Die Klinik bewertet diese Position als einen weiteren Meilenstein ihrer langfristigen Entwicklung. Über einen Zeitraum von 17 Jahren konnte die Augenklinik ein durchschnittliches jährliches Wachstum von fast zehn Prozent verzeichnen. Inzwischen kämen mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet. Zudem reisten rund fünf Prozent aus dem Ausland an.

„Der bundesweite Spitzenplatz ist für uns vor allem ein Zeichen des großen Vertrauens, das Patientinnen und Patienten unserer Klinik entgegenbringen“, erklärt Stephan Kolling, Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Saar. „Dass sich die Augenklinik Sulzbach zu einem der größten und international anerkannten Zentren Europas entwickelt hat, ist das Ergebnis einer konsequenten Spezialisierung und einer über viele Jahre gewachsenen medizinischen und wissenschaftlichen Exzellenz. Darauf können wir im Saarland stolz sein.“

Abdeckung des gesamten Spektrums der Augenheilkunde

Nach Angaben der Klinik werden in Sulzbach jährlich über 25.000 Eingriffe in sieben hochmodernen Operationssälen durchgeführt und mehr als 65.000 ambulante Patientinnen und Patienten versorgt. In der Institutsambulanz decken 16 Spezialsprechstunden und sieben Sektionen das gesamte Spektrum der Augenheilkunde ab. Unter den rund 40 spezialisierten Ärzten befinden sich laut Klinik zahlreiche wissenschaftlich und klinisch ausgewiesene Experten. Dabei sei das Team durch die sechs Habilitierten, darunter drei Professoren, drei weitere Habilitanden sowie ein PhD-Kandidat vorwiegend akademisch geprägt.

„Patienten folgen Innovationen“, sagt Prof. Peter Szurman, Direktor der Augenklinik Sulzbach. „Das ist für mich eine wesentliche Erklärung für diese Entwicklung. Wir setzen konsequent auf neue, möglichst schonende und minimalinvasive Verfahren. Entscheidend dafür ist ein hochqualifiziertes Team, das Innovationskraft mit akademischer Neugier verbindet: Wir identifizieren ‚Unmet Needs‘ unmittelbar am Patienten, übersetzen sie in translationale Forschungsprojekte und bringen daraus entstehende neue Therapien und Verfahren zurück in die klinische Versorgung. Patienten nehmen weite Wege auf sich, wenn sie wissen, dass sie an einem Ort neue, schonendere oder bessere Behandlungsmöglichkeiten finden.“

Translationales Forschungszentrum KHERI übernimmt zentrale Rolle

Eine zentrale Rolle übernehme dabei das Klaus Heimann Eye Research Institute (KHERI), das translationale Forschungszentrum der Augenklinik. Dort würden klinische Medizin und Forschung eng zusammenarbeiten, um neue chirurgische Verfahren, Therapiekonzepte und Implantate zu entwickeln und früh in die Patientenversorgung zu überführen.

Die Klinik setzt nach eigenen Angaben ihre zwei Schwerpunkte in der Netzhautchirurgie und im Bereich der Hornhauttransplantationen. Hier hätten sie neue, teilweise in Sulzbach entwickelte Operationstechniken die Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten kontinuierlich erweitert und verbessert. Das habe zu einer stark wachsenden, überregionalen Nachfrage geführt. Mit mehr als 2500 Vitrektomien pro Jahr sei Sulzbach bereits seit neun Jahren das größte netzhautchirurgische Zentrum Deutschlands**. Zudem habe sich die klinikeigene Gewebebank mit mehr als 1000 prozessierten Hornhauttransplantaten zur größten Hornhautbank Deutschlands entwickelt. Klinikangaben zufolge stammt etwa jede sechste in Deutschland transplantierte Hornhaut heute aus Sulzbach.

Die Entwicklung der vergangenen 17 Jahre zeige, welche Bedeutung das Zusammenspiel von medizinischer Versorgung, Innovation und akademischer Neugier für die nachhaltige Entwicklung einer Klinik haben kann.

*Bezogen auf die Zahl der stationären Behandlungsfälle vollversorgender Augenkliniken; Quelle: Referenzdatenbank „Qualitätsberichte 2024 der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), veröffentlicht 2026.

**Bezogen auf die Zahl der netzhautchirurgischen Operationen und Prozeduren (OPS) 5-158 und 5-159; Quelle: Referenzdatenbank „Qualitätsberichte 2017 der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), veröffentlicht 2019.