Ausgaben für Sonnenschutzmittel schwanken stark

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Forschende haben die jährlichen Kosten für die Anwendung von Sonnenschutzmitteln berechnet und dabei große Unterschiede festgestellt – abhängig vom Produktpreis und davon, wie viel Haut eine Person der Sonne aussetzt.

Frühere Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen mit steigenden Kosten dazu neigen, Sonnenschutzmittel zu sparsam aufzutragen und dadurch einen erheblichen Teil der Photoprotektion einbüßen. Nun zeigt eine neue Analyse von Forschenden der University of California in San Francisco (USA) im „JAMA Dermatology“: Verbraucher können ihre Haut vor schädlicher ultravioletter (UV) Strahlung bereits für etwa 40 US‑Dollar pro Jahr schützen oder bis zu 1400 US‑Dollar pro Jahr ausgeben, je nachdem, wie teuer das verwendete Sonnenschutzmittel ist und wie viel der Haut zusätzlich durch Hüte und Kleidung vor UV‑Exposition geschützt wird.

Die Studie ergab, dass Sonnenschutzmittel mit demselben Lichtschutzfaktor (LSF) 50 und ähnlichen UV‑Filterwirkstoffen zwischen 0,04 und 3,79 US‑Dollar pro Anwendung kosteten – ein 17‑facher Unterschied. „Die Förderung des Einsatzes preisgünstiger Sonnenschutzmittel und weiterer sonnenprotektiver Maßnahmen wie das Tragen von Hüten, langärmeliger Kleidung und langen Hosen könnte zu einem besseren Schutz führen“, sagt Prof. Maria L. Wei, von der University of California. „Günstigere Sonnenschutzmittel mit denselben UV‑Filtern und demselben LSF sind hinsichtlich des Schutzes vor UV‑Strahlung genauso photoprotektiv wie teurere Produkte.“

Verschiedene Preise, verschiedene Szenarien

Die Forschenden untersuchten drei Sonnenschutzmittel und wählten Lotionen statt Sprays oder Puder, da diese am beliebtesten sind. Anschließend berechneten sie auf Grundlage der Preise von 2025 die Kosten für die Anwendung der Lotionen in den empfohlenen Mengen. Das Team berücksichtigte zahlreiche Szenarien, etwa ob jemand am Strand Shorts oder einen Bikini trägt – oder in Innenräumen arbeitet und ein langärmeliges Shirt sowie eine lange Hose trägt. Sie bezogen zudem die Konsistenz des Produkts und das erforderliche Wiederauftragungsintervall in ihre Berechnungen ein.

Die Kosten für eine Woche am Strand lagen zwischen 6,57 und 115,12 US‑Dollar für eine Person in Shorts und zwischen 7,75 und 135,82 US‑Dollar für eine Person im Bikini. Ein Jahr in einem überwiegend in Innenräumen ausgeübten Beruf verursachte Kosten zwischen 39,80 und 688,56 US‑Dollar, während sich die Kosten für ein Jahr in einem überwiegend im Freien ausgeübten Beruf zwischen 81,53 und 1429,42 US‑Dollar bewegten. (ins)