Ausstellung zeigt wechselvolle Geschichte der Primatenforschung am Amazonas9. November 2022 Das Verhalten von Schnurrbarttamarinen wird seit vielen Jahren von DPZ-WissenschaftlerInnen erforscht. Foto: © Cindy Hurtado/ Deutsches Primatenzentrum GmbH Im Rahmen der Ausstellung „Im Urwald – Primatenforschung am Amazonas“ zeigt das Deutsche Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen die wechselvolle Geschichte der Primatenforschung am Amazonas. Die Schau gibt Einblicke in das manchmal beschwerliche Leben der Forschenden und zeigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über das geheime Leben unserer südamerikanischen Primatenverwandten. Die Ausstellung wird am 11. November um 15 Uhr eröffnet und wird bis Ende März 2023 im Deutschen Primatenzentrum, Kellnerweg 4, in Göttingen zu sehen sein. Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnungsveranstaltung und zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung eingeladen. Im Jahr 1985 reist der junge Wissenschaftler Eckhard W. Heymann zu einem Forschungsaufenthalt nach Peru, um die dort heimischen Affen zu untersuchen. An der Feldstation Estación Biológica Quebrada Blanco findet er eine einzige, mit Palmwedeln bedeckte Hütte vor, die für die nächsten zwölf Monate gleichzeitig seine Schlaf-, Essens- und Arbeitsstätte sein wird. Die Feldstudie verläuft gut, der Start der Freilandforschung am Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung ist gelungen. Die Station in Peru wurde in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, es gibt an der Station heute Solarstrom und fließendes Wasser, und zahlreiche WissenschaftlerInnen und Studierende aus verschiedenen Ländern sammelten dort Daten für ihre Forschungsprojekte. Am Beispiel des Tieflandregenwaldes am Amazonas ermöglicht die Ausstellung „Im Urwald“ Einblicke in die Freilandforschung mit Primaten. Sie zeigt den Alltag der Forschenden an der Feldstation in Peru, illustriert ihre Forschungsmethoden und veranschaulicht ihre wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Leben der Primaten. Teil der Ausstellung ist auch eine Auswahl an Bildern, die künstlerisch aufbereitet manche der rund 40 Primatenarten zeigen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Johann Baptist von Spix bei einer Südamerika-Expedition gesammelt wurden. Die Ausstellung wird vom 14. November bis 31. März montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet sein. Es finden mehrere Führungen durch die Ausstellung und weitere Begleitveranstaltungen statt, darunter am 28. November in Kooperation mit dem Jungen Theater Göttingen das Theaterstück „Ein Bericht für eine Akademie“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Alle Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung sind kostenfrei.
Mehr erfahren zu: "Der letzte Stachelbilch Europas" Der letzte Stachelbilch Europas Ein Team des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen und der Ludwig-Maximilians-Universität München findet einen 11,6 Millionen Jahre alten Nachweis des Nagetiers in der Fundstelle […]
Mehr erfahren zu: "Welche Lehren Experten aus der Vogelgrippe-Welle ziehen" Welche Lehren Experten aus der Vogelgrippe-Welle ziehen Mehr als 500.000 Tiere sind allein in Sachsen der Vogelgrippe zum Opfer gefallen. Warum Experten mit weiteren Ausbrüchen rechnen und warum auch flächendeckende Impfungen das Töten nicht verhindern.
Mehr erfahren zu: "Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype" Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype Mit der Zunge greift die österreichische Kuh Veronika zum Schrubber und kratzt sich ausgiebig. Sie setzt dabei erstaunlich filigrane Techniken ein. Von wegen „dumme Kuh“: Warum Veronika’s Intelligenz Zweifel an […]