Auswirkungen der intradialytischen parenteralen Ernährung untersucht

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Forscher der Tokyo Medical University, Japan, haben die Auswirkungen der intradialytischen parenteralen Ernährung (IDPN) bei unterernährten Hämodialysepatienten untersucht.

In den letzten Jahren haben Fortschritte in der Dialysetherapie und die steigende Zahl älterer Dialysepatienten zur Alterung der Dialysepopulation insgesamt beigetragen. Infolgedessen sind mangelernährungsbedingte Erkrankungen wie Sarkopenie, Gebrechlichkeit und Protein-Energie-Verschwendung zu erheblichen Problemen für Dialysepatienten geworden. Um diese Probleme anzugehen, werden Ernährungsinterventionen wie Ernährungsberatung, orale Nahrungsergänzungsmittel und intradialytische parenterale Ernährung (IDPN) empfohlen, erklären die Autoren eingangs.

An Dialysetagen neigen Patienten dazu, weniger Nahrung zu sich zu nehmen, und die Kombination aus Nährstoffverlusten während der Dialyse und erhöhtem Energieverbrauch verschlimmert die Mangelernährung häufig. Obwohl IDPN das Potenzial hat, den Ernährungszustand von Hämodialysepatienten zu verbessern, sind seine Methoden und Wirksamkeit noch nicht gut etabliert, heißt es weiter.

Verlauf der Studie

Um dies zu untersuchen, führte eine Forschungsgruppe der Tokyo Medical University, der Niigata University und der Otsuka Pharmaceutical Factory eine 12-wöchige randomisierte kontrollierte Studie durch, um die Auswirkungen von IDPN unter Verwendung einer Infusion (310 kcal, 550 ml) bei unterernährten Hämodialysepatienten zu untersuchen. Die Studie umfasste 20 Patienten in der IDPN-Gruppe und 19 in der Kontrollgruppe mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren und einem durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) von 20.

Die Resultate: Das primäre Ergebnis, die Veränderung der Serumtransthyretinwerte nach 12 Wochen, zeigte keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die IDPN-Gruppe zeigte jedoch nach 12 Wochen eine signifikante Steigerung der Energieaufnahme aus der Nahrung. Darüber hinaus ergab die Glukoseüberwachung eine signifikante Verringerung der Hypoglykämie während der Dialyse in der IDPN-Gruppe. Es wurden des weiteren keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit der Infusion beobachtet.

Obwohl diese Studie keine direkten Verbesserungen der Ernährungsparameter zeigte, betont Dr. Hideyuki Kabasawa von der Niigata University, Japan: „Die in der IDPN-Gruppe beobachtete Steigerung der Nahrungsaufnahme und Verringerung der Hypoglykämie während der Dialyse lässt darauf schließen, dass eine längere Anwendung von IDPN den Ernährungszustand indirekt verbessern kann.“