Auszeichnung für Gesundheitsprojekt: Projekt DIRENE der FH St. Pölten zum digitalen Gesundheitswesen gewinnt MTD-Preis21. November 2023 MTD Award 2023 Preisverleihung. Barbara Wondrasch, Anita Kidritsch, Kerstin Lampel, Jakob Doppler (v.l.) alle FH St. Pölten.Foto. © Jakob Doppler/ FH St. Pölten Das Forschungsprojekt DIRENE zum Einsatz digitaler Technologien in der Rehabilitation der Fachhochschule St. Pölten erhielt den MTD Award 2023 in der Kategorie „finanziell geförderte Projekte“. Der Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) Österreichs vergibt den Preis für besonders gelungene Innovations- beziehungsweise Forschungsprojekte in den sieben MTD-Berufsfeldern Diätologie, biomedizinische Analytik, Logopädie, Ergotherapie, Orthoptik, Physiotherapie und Radiologietechnologie. Der Anteil pflegebedürftiger älterer Menschen und chronisch Erkrankter wächst stetig. Digitale Technologien können einen wichtigen Beitrag leisten, die Qualität in Rehabilitation und medizinischer Versorgung langfristig zu sichern. Um Experten im Gesundheits- und Sozialbereich im Umgang mit diesen Technologien zu schulen, hat die FH St. Pölten im Rahmen des internationalen Projekts DIRENE mit Partnerhochschulen aus Finnland, Deutschland, Griechenland und den Balearen unter anderem ein Handbuch und einen Onlinekurs entwickelt. Digitale Kompetenzen Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass im Jahr 2050 über zwei Milliarden Menschen eines oder mehrere medizinische Assistenzsysteme vorübergehend oder dauerhaft verwenden werden. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, ist es notwendig, medizinische Versorgung, Therapie und Rehabilitation neu zu denken. Einen wichtigen Beitrag kann die verstärkte Nutzung digitaler Technologien leisten. „Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Über Online-Termine kann Rehabilitation mobil und über lange Distanzen erfolgen. Über die Bewegung der Augen gesteuert kann beispielsweise ein Computer das Schreiben oder Sprechen übernehmen“, erklärt Senior Researcher und Physiotherapeutin Anita Kidritsch vom Institut für Gesundheitswissenschaften der FH St. Pölten. „Damit Gesundheits- und Sozialberufe diese Technologien in der Rehabilitation von Klienten kompetent anwenden können, benötigen sie allerdings unterstützende Lernangebote. Diese haben wir im Rahmen des Projekts DIRENE geschaffen“, so Kidritsch. Kompetenzrahmen, Handbuch und Studienmodul mit Online-Kurs Das Projektteam aus internationalen Experten schuf eine gemeinsame Wissensbasis. Entstanden sind eine Datenbank zu digitalen Technologien, ein Handbuch und ein Studienmodul, die frei verfügbare und mehrsprachige Lernmaterialen für Lehrende und Studierende bieten. Darunter ist ein umfangreicher offener Online-Kurs für alle jene im Gesundheits- und Sozialwesen, die sich mobil lernend für die Anwendung digitaler Technologien in der Rehabilitation interessieren. „Wir haben für lehrende und lernende Anwender im Gesundheits- und Sozialbereich nutzerfreundliches, evidenz-basiertes Lehrmaterial entwickelt. Damit digitale Technologien nutzbringend in Rehabilitation und medizinische Versorgung integriert werden können, braucht es nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch die Fähigkeit, dieses Wissen praktisch an die jeweiligen Anforderungen anzupassen“, erklärt Kidritsch.
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