Autismus: IQWiG informiert über Diagnose und Unterstützungsmöglichkeiten20. Juni 2024 Foto: © Super Fox – stcok.adobe.com Das IQWiG stellt Online-Informationen sowie eine Broschüre zum Versorgungsangebot für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung zur Verfügung. Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung nehmen die Welt auf ihre eigene Weise wahr. Es fällt ihnen schwer, die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen zu verstehen und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Sie haben oft spezielle Interessen, mögen Routinen und einen vorhersehbaren Alltag. Das IQWiG informiert nun auf www.gesundheitsinformation.de dazu, was Autismus ist und welche typischen Anzeichen es dafür gibt. „Menschen mit Autismus sind sehr unterschiedlich: Manche können gut für sich selbst sorgen oder benötigen nur bei einigen Alltagstätigkeiten Unterstützung. Andere sind stärker beeinträchtigt und auf umfassende Hilfe angewiesen“, erläutert Dennis Fechtelpeter, wissenschaftlicher Mitarbeiter im IQWiG-Ressort Gesundheitsinformation. Viele Eltern fragen sich beispielsweise, ob es ein Hinweis auf Autismus sein könnte, wenn ihr Kind stark in sich gekehrt ist oder wenig Interesse an anderen Menschen hat. Wichtig sei, Auffälligkeiten ernst zu nehmen und früh abklären zu lassen, heißt es von Seiten des IQWiG. Das Institut informiert daher eingehend darüber, was Autismus ist, wo und wie man eine verlässliche Diagnose erhält sowie welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Ergänzt werden die Online-Informationen durch die Broschüre „Wer hilft bei Autismus?“, die sich vor allem an Eltern wendet. Sie beschreibt kurz und anschaulich, welche Fachleute und Stellen an der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus beteiligt sind und wer genau welche Aufgaben wahrnimmt. In einfacher Sprache wird erklärt, was zum Beispiel ein Autismus-Zentrum, eine Frühförderstelle oder ein Familienunterstützender Dienst sind und wie sie helfen können. „Damit ist die Broschüre ein Wegweiser durch das manchmal sehr unübersichtliche Hilfesystem. Wir haben bei der Erstellung Fachleute, Eltern und Menschen mit Autismus eingebunden. Denn wir wollten sicherstellen, dass sie besonders für diejenigen hilfreich ist, die sich schwerer im Versorgungssystem zurechtfinden“, erklärt Milly Schröer-Günther, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ressorts.
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