Axilläre Hyperhidrose: Topisches Anticholinergikum reduziert Schwitzen21. Mai 2021 ©Stockwerk-Fotodesign – stock.adobe.com Die Therapiemöglichkeiten bei primärer axillärer Hyperhidrose sind eingeschränkt: Die Behandlungsoptionen sind zumeist entweder invasiv, nicht von zufriedenstellender Wirksamkeit oder werden von den Patienten nicht toleriert. Im Rahmen einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Phase-2-Doppelblindstudie wurde eine neuartige Therapieoption gegen axilläre Hyperhidrose evaluiert. Die verwendete Substanz heißt Sofpironiumbromid, gehört zur Gruppe der Anticholinergika/Parasympatholytika und ist topisch anwendbar.Die Probanden erhielten randomisiert 1 von 3 Dosierungen des Sofpironiumbromid-Gels oder das Vehikel; die Anwendung erfolgte täglich über einen Zeitraum von 42 Tagen. Die ko-primären Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die eine Verbesserung von 1 oder mehr Punkten im Index „Hyperhidrosis Disease Severity Measure-Axillary“ aufwiesen (HDSM-Ax; berechnet mit logistischer Regressionsanalyse) sowie eine dauerhafte Veränderung im HDSM-Ax erreichten.Am Ende der Therapiephase zeigten 70 %, 79 %, 76 % und 54 % der Teilnehmer in den Untersuchungsarmen mit 5 %, 10 % und 15 % Sofpironiumbromid bzw. Vehikel eine Verbesserung von 1 Punkt oder mehr im HDSM-Ax. Die kleinsten quadratischen Abweichungen im HDSM-Ax betrugen -2,02 (0,14), -2,09 (0,14), 2,10 (0,14) und -1,30 (0,14). Die meisten der behandlungsbezogenen Nebenwirkungen waren leicht bis mittelschwer ausgeprägt. Das Studiendesign war nicht darauf ausgelegt, Veränderungen in der gravimetrischen Schweißproduktion zu erfassen.Fazit: Die Anwendung von Sofpironiumbromid-Gel führt zu einer klinisch bedeutsamen Reduzierung des Schweregrads der axillären Hyperhidrose und weist ein akzeptables Sicherheitsprofil auf. (am)
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