Babesiose breitet sich aus – Landkreis warnt vor Zecken8. April 2026 (Symbolbild) Foto: © DoraZett – stock.adobe.com Tödliche Gefahr für Hunde: Zeckenbisse können die Krankheit Babesiose, landläufig auch als Hundemalaria bezeichnet, übertragen. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ruft Hundehalter zu erhöhter Vorsicht gerade im Frühling auf. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz warnt Hundehalter vor der sogenannten Hundemalaria, die durch Zecken übertragen wird. Denn die Infektionskrankheit Babesiose trete inzwischen in der Region bei Hunden häufiger auf, teilte die Kreisverwaltung mit. Amtstierärztin Laura Schuster sagte laut Mitteilung: „Das Veterinäramt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz rät allen Hundehaltern, aufmerksam zu sein und bei Auftreten von Symptomen umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.“ Die Babesiose verläuft bei Hunden unbehandelt in den meisten Fällen tödlich, wie es hieß. Wie kann ich meinen Hund schützen? Der Landkreis rät zu Zeckenschutzmitteln. So gebe es zum Beispiel Spot-on-Lösungen – das sind flüssige Arzneimittel, die auf die Haut aufgetragen werden – sowie spezielle Halsbänder oder Tabletten. „Eine tierärztliche Beratung ist hierbei empfehlenswert, da frei erhältliche Produkte häufig nicht ausreichend wirksam sind“, hieß es weiter. Wiesenzecken besonders im Frühjahr und Herbst aktiv Auslöser der Hundekrankheit ist ein Blutparasit, der von der Zeckenart Dermacentor reticulatus, als Auwaldzecke oder auch Wiesenzecke bezeichnet, übertragen wird. Sie ist besonders im Frühjahr und Herbst aktiv. Die Babesiose ist in ihren Symptomen der menschlichen Malaria ähnlich. In schweren Fällen komme es zu einer massiven Zerstörung der roten Blutkörperchen, die einen Schock auslösen könne, so der Landkreis. Lagere sich Flüssigkeit in der Lunge ein, zeigten die Hunde verstärkte Atmung, Husten und möglicherweise blutigen Nasenausfluss. Werde das Nervensystem betroffen, könnten Krampfanfälle, Lähmungen oder Koordinationsstörungen auftreten. Kreis: Hunde sorgfältig auf Zecken kontrollieren Nach Spaziergängen sollten Hunde deshalb sorgfältig auf Zecken abgesucht werden, riet der Landkreis. Wiesenzecken seien bereits bei Temperaturen um fünf Grad aktiv und könnten auch Nachtfröste überstehen. Für den Menschen besteht nach dem heutigen Kenntnisstand keine Gefahr der Ansteckung mit den Erregern der Babesiose des Hundes. FSME-Risikogebiet Der Landkreis Dahme-Spreewald zählt auch zu den Risikogebieten für die von Zecken übertragene Krankheit FSME beim Menschen. Dabei steht FSME für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks kommen. Interview mit Prof. Barbara Kohn von der FU Berlin zur Babesiose des Hundes: Die Babesiose des Hundes – Vorbeugen ist besser als Heilen: Interview mit Prof. Barbara Kohn – Biermann Medizin Interview zu Vector-Borne Diseases: Interview zu Vector-Borne Diseases: Infektionsgefahr besteht an beiden Enden der Leine – Biermann Medizin Der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) informiert über Zecken: Zecken? Ganzjährig ein Thema – warum Tierhalter jetzt handeln sollten – Biermann Medizin
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