Bayern: Schwerpunktkampagne gegen sexuell übertragbare Krankheiten startet im Sommer25. Februar 2019 Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml. Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege Mit einer hauptsächlich für soziale Medien aufbereiteten Kampagne sagt Bayern den Kampf gegen sexuell übertragbare Krankheiten an. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will das Vorgehen gegen sexuell übertragbare Krankheiten wie AIDS und Syphilis verstärken. Huml betonte am Sonntag: “In Bayern leben mehr als 11.700 Menschen mit dem HI-Virus. Außerdem ist die Zahl der Syphilis-Fälle gestiegen. Deshalb wird die diesjährige Schwerpunktkampagne des bayerischen Gesundheitsministeriums über sexuell übertragbare Krankheiten informieren – und über die Möglichkeiten, sich zu schützen.” Die Kampagne soll Anfang Juni starten und junge Leute im Alter von 17 bis 25 Jahren vor allem über die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook erreichen. Dabei beantworten Experten auch direkt Fragen, ohne dass die Identität des Fragestellers bekannt wird. Dies geschieht über die App “Tellonym”. Das bayerische Gesundheitsministerium stellt für die Schwerpunktkampagne in diesem Jahr insgesamt mehr als 200.000 Euro zur Verfügung. Die Ministerin erläuterte: “Viele Menschen mit einer sexuell übertragbaren Krankheit wissen nicht, dass sie ansteckend sind. Denn zwischen einer Infektion und einer Diagnose beim Arzt vergehen häufig Jahre. Unsere Kampagne soll deshalb dazu anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.” Huml fügte hinzu: “AIDS ist zwar mittlerweile behandelbar, aber noch immer nicht heilbar. Es ist deshalb wichtig, sich konsequent vor einer Infektion mit dem HI-Virus zu schützen. In der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen ist die Infektionsrate besonders hoch.” Einer Schätzung des Robert Koch-Instituts zufolge haben sich 2017 in Bayern rund 340 Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert. Darunter sind circa 280 Männer und 60 Frauen. Insgesamt lebten in Bayern Ende 2017 rund 9.300 Männer und 2.400 Frauen mit dem HI-Virus – aber etwa 1.400 der Betroffenen hatten keine entsprechende Diagnose.
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