BdP: “Innovative ambulante COVID-19-Versorgung mittels Telemedizin”11. Mai 2020 Foto: © Adam/Adobe Stock Der Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) fordert und fördert neue innovative, pneumologische Versorgungskonzepte – auch über die COVID-19-Pandemie hinaus. Zehn bis 15 Prozent aller COVID-19-Infektionen, so rechnet der BdP vor, verlaufen mittelschwer. Diese können nach Ansicht des Verbandes durch eine gezielte ambulante Betreuung – auch außerhalb der spezialisierten Kliniken – mittels innovativer Versorgungskonzepte effektiv behandelt werden. Wichtig hierfür sei das konsequente Heim-Monitoring des Gesundheitszustands der Patienten, um auch kurzfristig auftretende Veränderungen frühzeitig erkennen zu können. Die regelmäßige Dokumentation der Beschwerden in Kombination mit der Erfassung von Sauerstoffsättigung, Puls und Temperatur habe sich hier bewährt, so der BdP. Durch eine enge Zusammenarbeit in den Netzwerken mit Hausärzten und Gesundheitsämtern könnten Krankenhausaufnahmen und damit mögliche assoziierte Komplikationen wie Krankenhausinfektionen vermieden werden. Im Rahmen dieser innovativen Versorgungskonzepte kommen zunehmend digitale Lösungen via Apps zur Verlaufsdokumentation zum Einsatz. Mit Hilfe solcher Apps können Patienten ihre Gesundheitsdaten sicher sowie freiwillig verschiedenen Ärzte/Institutionen parallel zur Verfügung stellen, erklärt der BdP. Auch der Einsatz von Videosprechstunden im Rahmen der Heimbetreuung ermögliche es den Ärzten, Patienten in der Erkrankung persönlich zu begleiten. Der BdP war nach eigenen Angaben bereits in der frühen Entwicklungsphase dieser digitalen Innovationen in die fachliche Beratung eingebunden und unterstützt konzeptionell alle Beteiligten beim Aufbau dieser Strukturen. Der Ausbau dieser innovativen, pneumologischen Versorgungskonzepte über die Covid-19-Pandemie hinaus, sei nachhaltig zu fordern, so der Verband.
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