Behandlung von Nierensteinen bei Kindern: Mini-perkutane Nephrolithotripsie schlägt extrakorporale Stoßwellenlithotripsie

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Die Mini-perkutane Nephrolithotomie (Mini-PCNL) ist bei der Behandlung von Nierensteinen bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren wirksamer als die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). So eine Studie aus Ägypten.

Die pädiatrische Nephrolithiasis stellt weiterhin eine große klinische Herausforderung in der Kinderurologie dar. Grund ist die hohe Rezidivrate und die erhebliche Morbidität – einschließlich des Risikos eines terminalen Nierenversagens. Die Behandlung umfasst Ernährungsumstellungen, medikamentöse Therapie sowie urologische Eingriffe. Dabei hängt die Wahl des Verfahrens von der Steingröße, -lokalisation und -zusammensetzung ab.

Ziel der Studie war daher die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit der Mini-PCNL und ESWL bei der Behandlung von Nierensteinen (Größe 1–2 cm) im Kindesalter. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Journal of Endourology“ veröffentlicht.

Höhere Steinfreiheitsrate

Die Wissenschaftler führten die prospektive, randomisierte Vergleichsstudie zwischen Dezember 2022 und November 2024 an der urologischen Abteilung des Al-Azhar University Hospital in Assiut (Ägypten) durch. Sie schlossen 60 Kinder mit einem einzelnen Nierenstein ein. 30 Kinder erhielten eine Behandlung mittels ESWL und 30 mittels Mini-PCNL.

Die Mini-PCNL erzielte eine signifikant höhere Steinfreiheitsrate (93,33 %) im Vergleich zur ESWL (33,33 %; p<0,001). In der ESWL-Gruppe waren zudem häufiger zusätzliche Maßnahmen und Folgebehandlungen erforderlich. Die Gesamtkomplikationsraten waren vergleichbar.

(ri)