Berufsverband will Weiterbildungsförderung auch für Urologen3. Juli 2020 BvDU-Präsident Axel Schroeder. Foto: BvDU Der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) fordert für urologische Fachärzte eine Förderung der ambulanten Weiterbildung nach dem Vorbild der Allgemeinmedizin. „Um künftig den wachsenden Bedarf an urologischen Fachärzten decken zu können, brauchen wir mehr ambulante Weiterbildungsstellen“, fordert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU) anlässlich aktuell laufender Gespräche zur Weiterbildungssituation in der Urologie in Berlin. „Die finanzielle Förderung ist ein wichtiges Argument für junge Ärztinnen und Ärzte, einen Teil ihrer Weiterbildung in der ambulanten Versorgung zu absolvieren.“ Bei Allgemeinmedizinern gibt es eine gesetzliche Bezuschussung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen/Krankenkassen – für Fachärzte gibt es diese nicht in diesem Rahmen (§ 75a SGB V). Die Fachgruppe Urologie erhält nur hin und wieder Zuschüsse einzelner Kassenärztlicher Vereinigungen. Damit haben insbesondere Praxen nur einen geringen Anreiz, Weiterbildungsassistenten einzustellen. Laut Schroeder setze sich der Berufsverband beim Gesetzgeber intensiv dafür ein, damit sich nicht nur die Kassenärztlichen Vereinigungen, sondern auch die Krankenkassen an der Finanzierung beteiligen. Drohender Nachwuchsmangel „Wir müssen ein Umdenken herbeiführen, denn Urologen sind wichtige Grundversorger“, betont der BvDU-Präsident. „Ohne die finanzielle Förderung der urologischen Weiterbildung in Praxen droht besonders in ländlichen Gebieten eine ambulante medizinische Unterversorgung.“ Deutschlands Urologen sind aufgrund des demographischen Wandels zunehmend gefragt: Schon heute behandeln sie viele betagte sowie multimorbide Patienten mit Krebsleiden, Inkontinenz, Blasenentleerungsstörungen oder Prostataerkrankungen. Damit leisteten Sie, wie der Berufsverband betont, einen unverzichtbaren Beitrag als anerkannte Grundversorger. Zertifiziertes Weiterbildungs-Curriculum konzipiert Um die Attraktivität und Effizienz des Faches Urologie zu steigern, arbeitet der Berufsverband (BvDU) gemeinsam mit der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), sowie der German Society of Residents in Urology (GeSRU), der größten Interessenvertretung von AssistenzärztInnen in Weiterbildung zum Facharzt für Urologie in Deutschland, bereits seit geraumer Zeit an einer qualifizierten Umsetzung für eine strukturierte, transparente Weiterbildung in der Urologie. Durch die Verlagerung einzelner Weiterbildungsinhalte in den ambulanten Sektor sollen auch die Allianzen zwischen Kliniken und Praxen im Sinne der intersektoralen Weiterbildung und Versorgung intensiviert werden, so das Ziel. (BVDU/ms)