Anzeige Besser leben mit atopischer Dermatitis: Fokus auf die Schlafqualität23. Juli 2025 © Adobe Stock | 1429529382 Die atopische Dermatitis (AD) ist weit mehr als eine akute Hauterkrankung. Sie wirkt sich langfristig auf zahlreiche Lebensbereiche wie die Qualität und Quantität von Schlaf aus und kann, wenn der Schlaf dauerhaft beeinträchtigt ist und weitere Einschränkungen hinzukommen, zu einer stetig wachsenden Krankheitslast im Verlauf des Lebens führen, auch als Cumulative Life Course Impairment (CLCI) bezeichnet.1-4 Diese Belastung kann lebensprägende Entscheidungen beeinflussen – wie etwa die Berufswahl oder das Eingehen sozialer Beziehungen.3-5 Eine frühzeitige und angemessene Therapie – beispielsweise mit Dupilumab – ist daher essenziell, um die Auswirkungen der AD zu minimieren. 6,# Bereits in der frühen Kindheit hinterlässt die chronische Hauterkrankung deutliche Spuren. Kinder mit AD leiden häufig unter Schmerzen, Pruritus und Schlafmangel, was ihre kognitive Entwicklung und soziale Interaktion beeinträchtigen kann.5,7,8 Diese Belastungen können den Grundstein für langfristige Beeinträchtigungen legen. Doch nicht nur die betroffenen Kinder selbst, sondern auch ihr familiäres Umfeld kann durch die Erkrankung stark belastet werden. Eltern berichten von Schlafmangel, emotionalem Stress und schlechteren Arbeitsleistungen.7,9 Fehlzeiten am Arbeitsplatz sowie Tagesmüdigkeit und Erschöpfungszustände sind zudem keine Seltenheit.10 Auch Geschwister erleben oft Schlafstörungen durch die AD des erkrankten Kindes und emotionalen Stress, was die gesamte familiäre Dynamik negativ beeinflussen kann.11,12 Atopische Dermatitis hat negativen Einfluss auf den Schlaf Schlafmangel kann die schulischen Leistungen, das Wohlbefinden und die soziale Entwicklung beeinträchtigen.13,14 Jugendliche mit AD kämpfen aufgrund von Schlafstörungen, die von starkem Pruritus hervorgerufen werden, häufig mit Konzentrationsproblemen und Müdigkeit. Das kann ihren Bildungserfolg und ihre persönliche Entwicklung negativ beeinflussen.15 Diese Auswirkungen können sich über die Jugend hinaus fortsetzen: Auch Erwachsene mit AD leiden häufig unter Schlafstörungen.16 Dies führt bei vielen zu Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisproblemen sowie Schwierigkeiten, ihre Freizeit aktiv zu gestalten.17 Im Berufsleben können Fehltage und eingeschränkte Leistungsfähigkeit die Karriereentwicklung hemmen.10 Gleichzeitig leiden die sozialen Beziehungen und das allgemeine Wohlbefinden. Doch wieso haben Pruritus-bedingte Schlafstörungen so eine große Auswirkung? Schlaf spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit und Funktionalität des Körpers. Er unterstützt die Hirnfunktion, stärkt das Immunsystem, fördert die psychische Gesundheit und reguliert wichtige Prozesse wie den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und die Körpertemperatur (Abb. 1).18 Die Verbesserung der Schlafqualität ist daher ein zentraler Ansatzpunkt in der Behandlung der AD. Abbildung 1: Einfluss von Schlaf auf verschiedene Körperfunktionen.18 Durch eine frühzeitige adäquate Therapie („hit smart and early“) können kumulative Belastungen reduziert bzw. ihre Entstehung sogar verhindert werden. Die aktuelle S3-Leitlinie empfiehlt zur Behandlung der AD ein dreistufiges Therapiekonzept. Stufe 1 umfasst zunächst die Basispflege sowie Triggervermeidung, gefolgt von topischen Behandlungen bei moderater Symptomatik in der Stufe 2. Bei mittelschwerer bis schwerer AD oder unzureichendem Ansprechen auf vorherige Maßnahmen kommen systemische Therapien wie Dupilumab (Dupixent®) zum Einsatz.19 DUPISTAD zeigt: Dupilumab kann Schlafqualität bei AD-Patient*innen verbessern Dupilumab kann bereits ab einem Alter von 6 Monaten eingesetzt werden. Der monoklonale Antikörper ist zugelassen zur Behandlung der mittelschweren bis schweren AD bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren sowie der schweren AD bei Kindern ab 6 Monaten bis 11 Jahren, die für eine systemische Therapie infrage kommen.6 Die Wirksamkeit von Dupilumab – insbesondere mit Blick auf die Schlafqualität – wurde unter anderem in der DUPISTAD-Studie untersucht, einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IV-Studie mit 188 Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer AD.20 Die Ergebnisse waren eindeutig: Nach 12 Wochen zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Schlafqualität, gemessen anhand der Sleep Quality Numeric Rating Scale (NRS). Patient*innen, die Dupilumab erhielten, berichteten bis Woche 12 von einer Verbesserung um 47,7 %, verglichen mit 33,0 % in der Placebo-Gruppe (p < 0,001) (Abb. 2).20 Abbildung 2: DUPISTAD: Verbesserung der Schlafqualität (gemessen anhand der Schlafqualität-NRS) unter Dupilumab vs. Placebo (** p < 0,001)20,§ Auch der Pruritus, gemessen anhand der Patient-reported Pruritus Numeric Rating Scale (PP-NRS), hat sich im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert. Während die Ausgangswerte in der Dupilumab-Gruppe bei 7,5 und in der Placebo-Gruppe bei 7,6 lagen, sank der Wert nach 12 Wochen in der Dupilumab-Gruppe auf 3,5, während er in der Placebo-Gruppe bei 5,9 verblieb.20 Zusätzlich wurden weitere Schlafparameter untersucht:20 Der PROMIS (Patient-Reported Outcomes Measurement Information System)-Sleep-T-Score, ein Maß für Schlafbeeinträchtigungen, zeigte unter Dupilumab eine signifikante Verbesserung (−11,4 Punkte) im Vergleich zu Placebo (−7,8 Punkte; p < 0,001). Auch die Tagesschläfrigkeit, gemessen mit der Epworth Sleepiness Scale (EPS), nahm unter Dupilumab deutlich stärker ab (−4,1 Punkte) als unter Placebo (−1,3 Punkte; p < 0,001). Diese Verbesserungen traten bereits ab Woche 2 auf und hielten bis Woche 12 an. Zudem zeigte der monoklonale Antikörper ein günstiges Sicherheitsprofil mit weniger behandlungsbedingten Nebenwirkungen gegenüber Placebo (56,7 % vs. 67,2 %). Die häufigsten Nebenwirkungen waren milde bis moderate Infektionen und Konjunktivitis.20 Das Sicherheitsprofil entsprach damit früheren Studien und zeigte keine neuen unerwünschten Ereignisse.21-24 Die Ergebnisse der DUPISTAD-Studie bestätigen, dass Dupilumab nicht nur die Symptome der AD lindern, sondern auch die Schlafqualität und damit die Lebensqualität signifikant verbessern kann. Auch in weiteren Studien mit (Klein-)Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zeigte das Biologikum positive Ergebnisse bei der Verbesserung von Pruritus, Hautläsionen und Lebensqualität.22-25 Mit Blick auf die kumulative Krankheitslast unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer rechtzeitigen und adäquaten Therapie – Dupilumab bietet dafür eine leitliniengerechte Option für Patient*innen ab einem Alter von 6 Monaten. Welche Erfahrung gibt es bei der Behandlung von Kindern mit Dupilumab? Erfahren Sie hier mehr zu aktuellen Studiendaten und lesen Sie einen Fallbericht: Zum Artikel § Nach einer Startdosis von 600 mg. # In der EU ist Dupilumab unter anderem zugelassen zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer AD bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und bei Kindern ab 6 Monaten mit schwerer AD, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen.6 Pflichttext Dupilumab Referenzen 1 Forschungsprojekt des PCHC: Kumulative Beeinträchtigung im Lebensverlauf, https://www.pchc.eu/de/forschungsthemen/kumulative-beeinträchtigung-im-lebensverlauf ; letzter Zugriff: Juni 2025 2 von Stülpnagel CC et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2021; 35: 2166–84 3 Augustin M et al. Wound Medicine 2013; 1: 2-6 4 Augustin M. Curr Probl Dermatol 2013; 44: 74-81 5 Brenninkmeijer EE et al. 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