Besser verstehen und behandeln: Internationale Tagung zu COPD in Marburg11. September 2024 Abbildung: © Ivelin Radkov/stock.adobe.com Auf einer internationalen Konferenz am 19. und 20. September 2024 in Marburg beleuchten Experten die Chancen für eine personalisierte Therapie bei Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Weltweit sind weltweit 65 Millionen Menschen von einer COPD betroffen, und jährlich ist die chronische Lungenerkrankung für den Tod von etwa 3,2 Millionen Personen verantwortlich. Diese Zahlen werden Prognosen zufolge innerhalb von zehn Jahren um 30 Prozent ansteigen. In Europa leiden fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen über 40 Jahren an COPD, was jedes Jahr zu 1,1 Millionen Krankenhauseinweisungen führt. So entstehen pro Patient sozioökonomische Kosten für die Behandlung, den Verlust an Arbeitskraft und Lebensqualität von schätzungsweise bis zu 37.000 Euro.Für Patienten, deren Angehörige und auch für die Gesellschaft ist es ein wichtiges Ziel, diese Krankheit besser zu verstehen, Behandlungsmethoden und auch die möglichst frühe Diagnose zu verbessern. COPD wird oft von anderen Erkrankungen begleitet, was individuelle Behandlungsansätze der personalisierten Medizin erforderlich macht und ihre Diagnose deutlich erschwert. Schätzungen zufolge bleiben 60 bis 85 Prozent der Erkrankungen, insbesondere eine milde bis mittelschwere COPD, zunächst unerkannt.Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsplattform PerMed-COPD findet am 19. und 20. September in Marburg ein internationales Symposium statt, das sich vielfältigen, interdisziplinären Aspekten der Erkrankung und ihrer auf jeden einzelnen Erkrankten zugeschnittene Behandlung widmet. Solche personalisierten Behandlungsansätze stellen neuartige und äußerst vielversprechende Methoden in Aussicht, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz nicht nur die Diagnose und Entwicklung von Therapieempfehlungen verbessern, sondern darüber hinaus die Arbeit im Krankenhausalltag deutlich erleichtern können.Das Symposium richtet sich nicht nur an Expertinnen und Experten aus klinischen und Molekularwissenschaften. Auch Ärzte und Patienten sowie Patientenvereinigungen sind explizit angesprochen, an dem Symposium teilzunehmen. Die Themen der Vorträge reichen vom Einfluss des Wetters auf die Symptome der an COPD Erkrankten bis zum Zusammenspiel mit anderen Krankheiten, wie Alpha-1-Antitrypsin-Mangel oder Bronchiektasie. Ein besonderer Fokus liegt auf neuesten Erkenntnissen zu molekularen und digitalisierten Behandlungsansätzen, den zentralen Themen der Plattform PerMed-COPD. „Wir freuen uns darüber, dass wir namhafte Expertinnen und Experten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern gewinnen und so ein spannendes und aktuelles Programm gestalten konnten“, sagt Prof. Bernd Schmeck, Direktor des Institutes für Lungenforschung an der Universität Marburg. „Die Konferenz wird einen großen Einfluss auf unsere zukünftigen Forschungsaktivitäten haben.“ Schmeck hat das Symposium gemeinsam mit Prof. Claus Vogelmeier, Leiter der Klinik für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, organisiert.
Mehr erfahren zu: "Zweitägige Haferkur senkt Cholesterinspiegel" Zweitägige Haferkur senkt Cholesterinspiegel Personen mit einem metabolischen Syndrom profitieren laut einer Studie der Universität Bonn von einer zweitägigen Haferkur. Die cholesterinsenkende Wirkung wird offenbar durch das Mikrobiom und phenolische Metabolite vermittelt.
Mehr erfahren zu: "Künstliche Intelligenz sagt Erfolg von Hüft-OPs voraus" Künstliche Intelligenz sagt Erfolg von Hüft-OPs voraus Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben ein KI-Modell entwickelt, um Bewegungsabläufe zu untersuchen. Die Analyse der Gangbiomechanik erlaubt es auch, die Rehabilitation individuell anzupassen. Für die Zukunft ist […]
Mehr erfahren zu: "Nationales Register soll Gen- und Zelltherapien erfassen" Nationales Register soll Gen- und Zelltherapien erfassen Fachgesellschaften aus dem Anwendungsbereich von Gen- und Zelltherapien sowie das Berlin Institute of Health (BIH) als koordinierende Institution der Nationalen Strategie für Gen- und zellbasierte Therapien und das INTEGRATE-ATMP-Konsortium haben […]