Beste Promotionsarbeit im Bereich Nephrologie7. November 2019 V. l. n. r.: Julia Scholz (Preisträgerin des Best-Abstract-Awards der DGfN), PD Dr. Björn Buchholz (Arbeitsgruppenleiter) und Dr. Andre Kraus (ausgezeichnet mit dem Rainer-Greger-Promotionspreis der DGfN). Foto: Dr. Andre Kraus/Uni-Klinikum Erlangen Mit dem Rainer-Greger-Promotionspreis wurde jetzt Dr. Andre Kraus, Postdoc an der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Prof. Dr. Mario Schiffer) des Universitätsklinikums Erlangen, bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) ausgezeichnet. Die Fachgesellschaft vergibt den mit 1.000 Euro dotierten Preis jedes Jahr für die beste Dissertation im Bereich der Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Die familiäre Zystennierenerkrankung ist durch das Auftreten zahlreicher flüssigkeitsgefüllter Hohlräume (Zysten) in beiden Nieren gekennzeichnet. Die Zysten nehmen über Jahre hinweg kontinuierlich an Größe zu und verdrängen dabei gesundes Gewebe. Das führt sehr häufig zu einem kompletten Verlust der Nierenfunktion. Andre Kraus konnte in experimentellen Modellen nachweisen, dass der Hypoxie-induzierte Transkriptionsfaktor HIF-1α das Zystenwachstum maßgeblich steigert, indem er den Transport von Chlorid und Wasser in das Zysteninnere fördert. Die Promotionsarbeit mit dem Titel „HIF-1α promotes cyst progression in a mouse model of autosomal dominant polycystic kidney disease“ wurde bereits in der renommierten Fachzeitschrift „Kidney International“ publiziert. Dr. Kraus führt seine Forschungen zu Zystennieren in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Björn Buchholz, Oberarzt der Medizinischen Klinik 4 des Uni-Klinikums Erlangen, im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1350 „Tubulussystem und Interstitium der Niere: (Patho-)Physiologie und Crosstalk“ sowie mit Unterstützung des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung fort. Weitere Auszeichnungen Neben dem Rainer-Greger-Promotionspreis gingen in diesem Jahr weitere Auszeichnungen an Erlanger Wissenschaftler. Julia Scholz und Dr. Kristina Rodionova, Wissenschaftlerinnen an der Medizinischen Klinik 4, erhielten je einen Best-Abstract-Award der DGfN. Außerdem wurden PD Dr. Carlos Menendez-Castro, Kinder- und Jugendklinik, und Dr. Victoria Lauer, Medizinische Klinik 4, von der Fachgesellschaft mit Posterpreisen ausgezeichnet.
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