Besucherrekord beim Internationalen Schilddrüsenkongress

Bild (v.l.n.r.): Privatdozent Dr. Stefan Schopf, Leiter der Endokrinologie im Krankenhaus Agatharied und Prof. Dr. Hans Martin Schardey, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus Agatharied. (© Krankenhaus Agatharied)

Beim Internationalen Schilddrüsenkongress 2018 in München konnten die Schilddrüsenexperten des Krankenhauses Agatharied einen Teilnehmerrekord verzeichnen. In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität hatten die Vorsitzenden des Instituts für Chirurgische Forschung Oberbayern e.V. (ICFO), Prof. Dr. Hans Martin Schardey, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus Agatharied und Privatdozent Dr. Stefan Schopf, Leiter der Endokrinologie im Krankenhaus Agatharied, bereits zum dritten Mal zum Erfahrungsaustausch mit mehr als 30 international bedeutenden Spezialisten in die Frauenklinik Campus Innenstadt eingeladen.

350 Chirurgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz informierten sich am 14. und 15. Juni 2018 über die neuesten Forschungsergebnisse und Erfahrungen in der Schilddrüsenchirurgie und besuchten den Workshop zur weltweit einzigartigen minimalstinvasiven Operation (Thermoablation) von Schilddrüsenknoten.
„Diese große Resonanz ist ein toller Erfolg für die Veranstaltung und zeigt, dass die Kollegen erkannt haben wie wichtig es ist, in diesem Fachgebiet ständig im Austausch und am Ball zu bleiben“, freuen sich Professor Schardey und Privatdozent Dr. Schopf, die Initiatoren des Kongresses, angesichts der lebhaften Diskussionen im voll besetzten Hörsaal der Universitätsklinik.

Einmal mehr konnte auch das Schilddrüsenzentrum Agatharied auf dem internationalen Kongress seine Spitzenposition im Bereich der Schilddrüsenchirurgie unter Beweis stellen. Eines der Kernthemen im Programm waren die Erfahrungen mit den Methoden zur narbenlosen Schilddrüsenoperation. Das Krankenhaus Agatharied bietet als einziges Haus in Deutschland alle drei narbenfreien Zugänge zur Schilddrüse an. Die minimalinvasive Operationsmethode EndoCATS wurde vom Team Professor Schardey und Oberarzt Privatdozent Dr. Schopf am Lehrkrankenhaus Agatharied in Kooperation mit den Universitäten Hamburg-Eppendorf und der LMU München entwickelt und wird im Schilddrüsenzentrum Agatharied nun schon seit vielen Jahren erfolgreich angewandt. Bei EndoCATS erfolgt der Schnitt in der behaarten Kopfhaut hinter dem Ohr. Durch das nachwachsende Haupthaar wird dieser anschließend vollständig verdeckt. Die Narbe bleibt damit unsichtbar. Seit 2009 ist die Methode wissenschaftlich anerkannt und findet von Agatharied aus weltweit Verbreitung. Das Krankenhaus Agatharied ist dieses Jahr überdies Ausrichter des endokrin-chirurgischen Symposiums im Rahmen der bundesweiten Aktion der DGE „Deutsche Hormonwoche“ vom 15. bis 22. September 2018.

Als weiteres bemerkenswertes neues Forschungsergebnis konnte das Team Schardey/Schopf jetzt in München ein neues Verfahren zur frühzeitigen Erkennung gefährlicher Nachblutungen bei Schilddrüsenoperationen präsentieren. In umfangreichen Studien haben die Mediziner die Mechanismen der Nachblutung nach Schilddrüsenoperationen entschlüsseln können und damit die Weichen für mehr Patientensicherheit bei der Schilddrüsenoperation in der Zukunft gestellt. Auf Basis ihrer Erkenntnisse wird aktuell der weltweit erste „Nachblutungsdetektor“ entwickelt, der es durch kontinuierliche Messung des Drucks in der Schilddrüsenloge ermöglicht, eine Nachblutung bereits festzustellen, ehe erste Symptome auftreten. 2013 wurde das Gerät patentiert, dessen Produktion im nächsten Jahr in Serie gehen soll.

Der Internationale Schilddrüsenkongress in München ist für die begehrte Ausbildung zum Endokrinen Chirurgen als Pflichtveranstaltungen vom Dachverband anerkannt. Privatdozent Dr. Stefan Schopf ist selbst einer der wenigen durch das „European Board of Surgical Quality“ anerkannten Endokrinen Chirurgen in Deutschland. Am 6. und 7. Juni 2019 soll das Leitthema „Innovationen der Schilddrüsenonkologie“ im Fokus des Internationalen Schilddrüsenkongresses stehen.