Betablocker bei Patienten mit HFrEF und COPD wirksam und sicher25. März 2026 Eine aktuelle Studie aus Schweden untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Betablockern bei einem gefährlichen Doppel: COPD und HFrEF. (Symbolfoto: ©Nadzeya/stock.adobe.com) Betablocker sind auch bei Patienten mit HFrEF und COPD sicher und wirksam: Eine Analyse des schwedischen Herzinsuffizienz-Registers zeigt ein niedrigeres Risiko für kardiovaskulären Tod und HF-bedingte Hospitalisierungen – ohne erhöhte COPD-Exazerbationen. Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFrEF) und Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind in HFrEF-Studien zur Wirksamkeit von Betablockern unterrepräsentiert. Um die kardiovaskuläre Wirksamkeit und die respiratorische Sicherheit der Medikamentenklasse in dieser Population näher zu bestimmen, analysierte eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung des Karolinska-Instituts in Stockholm (Schweden) die Daten des schwedischen Herzinsuffizienz-Registers (2006–2023). Ihren Ergebnissen zufolge ist die Anwendung von Betablockern bei Patienten mit HFrEF und COPD mit einem geringeren Risiko für den primären Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod und Herzinsuffizienz-bedingten Krankenhausaufenthalten (HFH) insgesamt verbunden. Dabei ergaben sich keine Hinweise auf Sicherheitsbedenken hinsichtlich COPD-Exazerbationen (primärer Sicherheitsendpunkt). Daten von mehr als 5000 Patienten bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit von Betablockern bei COPD Die Analyse umfasste 5084 Patienten mit HFrEF und COPD (Medianalter 75 Jahre; IQR 69–81; 68,3 % männlich). Mehr als ein Drittel (36,9 %) der Patienten wies eine COPD im Stadium E derGOLD-Klassifikation auf (≥2 mittelschwere COPD-Exazerbationen oder ≥1 schwere COPD-Exazerbation im vorangegangenen Jahr) und 91,5 % nahmen Betablocker ein. Über einen medianen Beobachtungszeitraum von 2,5 Jahren (IQR 1,0–4,8) wiesen Patienten unter Betablocker-Therapie ein geringeres nicht adjustiertes Risiko für kardiovaskulären Tod/HFH insgesamt (Risikoverhältnis [RR] 0,66; 95 %-KI 0,56–0,78) und schwere COPD-Exazerbationen insgesamt (RR 0,75; 95 %-KI 0,60–0,93) auf. Nach Gewichtung war die Anwendung von Betablockern unabhängig mit einem geringeren Risiko für kardiovaskulären Tod/HFH insgesamt (RR 0,74; 95 %-KI 0,58–0,96) assoziiert, nicht jedoch mit einem geringeren Risiko für schwere COPD-Exazerbationen (RR 0,99; 95 %-KI 0,73–1,35). Diese Assoziationen waren in allen Subgruppen (einschließlich der GOLD-Gruppen) konsistent. Bei Patienten mit einer LVEF von weniger als 30 Prozent bestand sogar eine stärkere Assoziation mit einem geringeren Risiko für kardiovaskulären Tod/HFH insgesamt (p=0,004 für Interaktion). Falsifikationsanalysen ergaben keinen Einfluss von verbleibenden Störfaktoren. (ah/BIERMANN)
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