Betablocker senken Mortalität nur bei Patienten im Sinusrhythmus

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Bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion im Sinusrhythmus reduzieren Beta­blocker die Mortalität, ungeachtet der Herzfrequenz vor der Behandlung, so das Ergebnis eines neuen Reviews. Das Erreichen einer niedrigeren Herzfrequenz sei nur bei Patienten im Sinusrhythmus mit einer besseren Prognose assoziiert, bilanziert die „Beta-Blockers in Heart Failure Collaborative Group“ um Dr. Dipak Kotecha von der University of Birmingham.

Die Wissenschaftler hatten eine Meta-Analyse von harmonisierten Daten individueller Patienten aus 11 doppelblinden randomisierten kontrollierten Studien vorgenommen. Sie stellten fest, dass bei Patienten im Sinusrhythmus eine eingangs höhere Herzfrequenz mit einer höheren Mortalität aller Ursachen verbunden war (n=14.166; adjustierte HR 1,11 pro 10 Schläge/min; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,07–1,15; p<0,0001), jedoch nicht bei Vorhofflimmern (VHF) (n=3034; HR 1,03 pro 10 Schläge/min; 95 %-KI 0,97–1,08; p=0,38).

Zudem zeigte sich, dass Betablocker die ventrikuläre Frequenz sowohl im Sinusrhythmus als auch bei VHF um 12 Schläge/min reduzierten. Die Mortalität war bei Patienten im Sinusrhythmus, die für Betablocker randomisiert worden waren, ungeachtet der eingangs vorliegenden Herzfrequenz niedriger (HR 0,73 vs. Placebo; 95 %-KI 0,67–0,79; p<0,001), (Interaktion p=0,35). Hingegen zeigten Betablocker bei Patien­ten mit VHF bei keiner Herzfrequenz einen Effekt auf die Mortalität (HR 0,96; 95 %-KI 0,81–1,12; p=0,58) (Interaktion p=0,48). Eine niedrigere erreichte Herzfrequenz im Ruhezustand war ungeachtet der Behandlung nur bei Patienten im ­Sinusrhythmus mit einer besseren Prognose assoziiert (HR 1,16 pro Anstieg um 10 Schläge/min, 95 %-KI 1,11–1,22; p<0,0001).

Autoren: Kotecha D et al.
Korrespondenz: Prof. John Cleland; [email protected]
Studie: Heart Rate and Rhythm and the Benefit of Beta-Blockers in Patients With Heart Failure
Quelle: J Am Coll Cardiol 2017;69(24):2885–2896.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jacc.2017.04.001

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