Bevölkerungsumfrage zur Krankenhausreform: Ambulante Nachsorge und moderne Technologien mitdenken6. Juni 2023 Infografik Civey-Umfrage zur Krankenhausreform.Illustratiomn.©BVMed Die Menschen in Deutschland erwarten von einer Krankenhaus-Reform neben einer besseren medizinischen Versorgung vor allem eine bessere Verknüpfung mit der ambulanten Nachsorge sowie den Einsatz moderner Technologien und Medizinprodukte. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed). „Die Menschen in Deutschland wünschen sich eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung. Das heißt eine bessere Verknüpfung von stationärer Behandlung und ambulanter Nachsorge sowie innovative Behandlungsmethoden. Dafür müssen wir mehr in ambulante Strukturen sowie digitale und moderne Technologien investieren – und das bei der Krankenhausreform in einem ganzheitlichen Ansatz mitdenken“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Auf die Frage, was sie von einer zukünftigen Krankenhaus-Reform erwarten, nannte eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung eine bessere medizinische Versorgung (59,3 Prozent), gefolgt von einer besseren Verknüpfung der stationären Behandlung mit der ambulanten Nachsorge (43,3 Prozent) sowie dem Einsatz modernerer Technologien und Medizinprodukte (40,4 Prozent). Knapp ein Drittel nannte eine bessere Digitalisierung der Abläufe in Krankenhäusern (31,8 Prozent). Weniger wichtig erscheinen den Deutschen dagegen kürzere Wege zum nächsten Krankenhaus (26,4 Prozent), aber auch weniger Kliniken und dafür mehr spezialisierte Zentren (21,6 Prozent). Die spürbare medizinisch-technische Versorgung steht den Menschen daher näher als die Struktur der Kliniklandschaft. Den verstärkten Einsatz pflegeunterstützender Technologien nannten 21,3 Prozent als wichtige Erwartung an die Krankenhausreform. Welche Bedeutung dem Einsatz von Technologien zugemessen wird, unterscheidet sich dabei sehr stark zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Während sich im Westen Deutschlands 43,3 Prozent der Bevölkerung moderne Technologien in der Klinikversorgung wünschen, sind es im Osten lediglich 32,3 Prozent. 23,6 Prozent der Bevölkerung im Westen wünschen sich einen verstärkten Einsatz pflegeunterstützender Technologien, dagegen nur 15 Prozent der Bevölkerung im Osten. Der BVMed setzt sich dafür ein, dass die Versorgung mit Medizintechnologien in der Krankenhausreform stärker mitgedacht werden. „Wir müssen Medizinprodukte sehr viel stärker als bisher als Teil der Lösung für die Herausforderungen im Gesundheitswesen verstehen und adäquat finanzieren, sonst wird die Qualität der medizinischen Versorgung leiden“, so Möll. Zur Umfrage: Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag vom BVMed online 2.500 Personen zwischen dem 1. und 2. Juni 2023 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Einwohner Deutschlands ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,5 Prozent.
Mehr erfahren zu: "Glaukom: Gängige Augensalben können Implantate schädigen" Weiterlesen nach Anmeldung Glaukom: Gängige Augensalben können Implantate schädigen Anhand klinischer und experimenteller Belege zeigt eine neue Studie der Nagoya-Universität (Japan), dass Augensalben auf Petrolatum-Basis ein bestimmtes Drainage-Implantat beeinträchtigen können.
Mehr erfahren zu: "Demenz vorbeugen: Warum Hörgerät und Brille wichtig fürs Gehirn sind" Demenz vorbeugen: Warum Hörgerät und Brille wichtig fürs Gehirn sind Was haben Hörgerät und Brille mit Demenzprävention zu tun? Mehr, als viele denken. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AFI) zeigt, warum unbehandelte Hör- und Sehschwächen das Demenzrisiko erhöhen können – […]
Mehr erfahren zu: "Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen" Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen Einem Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, erstmals in lebenden Zellen zu beobachten, wie G-Protein-gekoppelte Rezeptoren auf Wirkstoffe reagieren.