Bildgebung bei Otitis externa maligna24. Januar 2020 Foto: ©www.axelkock.de/Adobe Stock Eine aktuelle Studie nimmt die Computertomographie versus die Einzelphotonen-Emissions-Tomographie bei exakten Untersuchung des Ausmaßes der Erkrankung unter die Lupe. Die Otitis externa ist eine Entzündung vor allem des äußeren Gehörganges, im weiteren Sinne auch der Ohrmuschel. Die Otitis externa maligna (OEM) ist die gefährlichste Form der Erkrankung, sie entsteht meistens aus einer akuten Otitis externa mit einem virulenten Erreger oder bei einer Abwehrschwäche des Patienten. Die Prognose für Patienten mit OEM hängt von dem Ausmaß der inflammatorischen Veränderungen des Schläfenbeins und der Schädelbasis ab. Die Effektivität der hochauflösenden Computertomographie (HRCT) hinsichtlich der exakten Untersuchung des Krankheitsausmaßes wird in der vorliegenden Studie mit der Einzelphotonen-Emissions-Tomographie/Computertomographie (SPECT/CT) verglichen. Alle beteiligten Patienten wiesen eine klinisch diagnostizierte OEM auf; bei jedem Patienten waren beide Bildgebungsverfahren angewendet worden. Die Stadieneinteilung des Krankheitsausmaßes wurde anhand der Bildgebungsverfahren verglichen. Symptomkontrolle und Überlebensraten wurden im Hinblick auf die OEM-Stadieneinteilung mittels SPECT/CT analysiert. Von den 28 in die Studie inkludierten Patienten wiesen 72 % Spect/CT-Scans auf, die ein höheres Stadium zeigten als es bei der HRCT der Fall war. Bei 4 Patienten handelte es sich um eher leichte Verlaufsformen der Erkrankung; bei 15 Patienten war die OEM auf das Os mastoideus bzw. das Schläfenbein beschränkt (Stadium 2). Alle Patienten, deren Erkrankung sich im Stadium 1 oder 2 befand, überlebten bei guter Symptomkontrolle. Zu persistierenden Symptomatiken kam es bei 5 Patienten, die einen Befall des Felsenbeins aufwiesen (Stadium 3); alle 4 Fälle, die laut SPECT/CT eine Beteiligung des Keilbeins aufwiesen, verstarben innerhalb von 1 Jahr nach Diagnose. Fazit: SPECT/CT weist eine höhere Sensitivität auf als HRCT. (am)
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