Biodiversität bei Krabben: Mehr als Arten zählen5. Juni 2024 Symbolbild Foto: © pixabay.com Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München haben die Panzerformen von Krabben verglichen und ein unerwartet differenziertes Bild gefunden. Gilt es doch auch, das Larvenstadium der Tiere genauer zu beachten. Biodiversität wird gerne mit der Anzahl von Arten gleichgesetzt. Dass der Fall wesentlich komplizierter ist, hat nun ein Team von LMU-Zoologen um Professorin Carolin Haug gezeigt. Die Forschenden verglichen die Form von Panzern echter Krabben (Brachyura) und sogenannter „falscher“ Krabben (Anomura), zu denen auch Springkrebse und Einsiedlerkrebse gehören. Dabei zeigte sich, dass „falsche“ Krabben bezüglich ihrer Panzerform, die direkt mit der Lebensweise und damit der ökologischen Rolle der Tiere zusammenhängt, mehr Diversität zeigen als echte Krabben, obwohl diese mehr Arten aufweisen. „Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die Tiere während ihrer Entwicklung betrachtet“, sagt Haug. In ihren Larvenstadien, die im Plankton leben, ist die Diversität der echten Krabben am höchsten. Am niedrigsten ist die Diversität in einem Zwischenstadium, das echte und „falsche“ Krabben durchlaufen und in dem der Übergang vom Plankton zum Bodenleben stattfindet; hier ähneln sie darüber hinaus ihren frühen Vorfahren am meisten. „Insgesamt zeigt unsere Arbeit, dass Biodiversität viel komplexer ist, als man durch das bloße Zählen von Arten erfassen kann“, betont Haug.
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