Biomarker unterscheidet zuverlässig zwischen serösen und endometrioiden Ovarialkarzinomen13. Mai 2019 Dr. Lynne Postovit und ihre Kollegen haben einen 8-Biomarker-Panel entwickelt, mit der Kliniker in Zukunft zuverlässig zwischen den zwei häufigsten Ovarialkarzinomen unterscheiden könnten (Foto: Faculty of Medicine & Dentistry, University of Alberta). Wie eine kanadische Studie zeigt, kann die Analyse von acht Proteinbiomarkern zwischen einem endometrioiden und einem hochgradig serösen Ovarialkarzinom unterscheiden – mit einer Genauigkeit von 99,2 Prozent. Bislang gestaltet sich die Diagnose des Ovarialkarzinom-Typs als Herausforderung. In bis zu zehn Prozent der Fälle können Patientinnen dem falschen Typ zugeordnet sein. „Das klingt nicht nach einem hohen Prozentsatz“, sagte Koautorin Dr. Lynne Postovit vom Cancer Research Institute of Northern Alberta gegenüber der Universität von Alberta. „Doch es bestehen signifikante Unterschiede hinsichtlich der Therapie. Wenn Unsicherheiten bestehen, greifen Onkologen häufig auf aggressivere Behandlungsregimes zurück.“ Die im Fachblatt Clinical Cancer Research vorgestellte Studie befasste sich mit den Tumor-Proteomen von hochgradig serösen und endometrioiden Ovarialkarzinomen. Insgesamt 500 verschiedene Proteine galten dabei als heiße Kandidaten. Nach mehreren immunhistochemischen Analysen etablierten die Forscher ein Cluster von 8 Biomarkern, die zuverlässig zwischen den beiden Karzinomtypen unterscheiden konnte und verglichen sie mit dem gegenwärtigen Standard von WT1 plus TP53. Aufgrund der einfachen Handhabung wollen die Forscher die Ergebnisse bereits in einer größeren Patientenkohorte validieren. „Dieser Test ist eigentlich recht kostengünstig und beruht auf Technologien, die wir bereits besitzen“, so Postovit. „Wir müssen kein neues Paradigma schaffen.“
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