Birkenpollen-verwandte Lebensmittel: Kreuzallergien verschlimmern Neurodermitis16. Januar 2019 © DOC RABE Media – fotolia.com Bei Patienten mit Atopischer Dermatitis (AD) und Birkenpollenallergie ist der Verzehr von mit Birkenpollen verwandten Lebensmitteln mit allergischen Reaktionen verbunden, so eine Studie, die in der Zeitschrift „Allergy“ veröffentlicht wurde. Die Allergologen und Immundermatologen von der Medizinischen Hochschule Hannover führten doppelblinde, placebokontrollierte Nahrungsmittelherausforderungen bei 182 Kindern und Erwachsenen mit AD und Verdacht auf birkenpollenassoziierte Nahrungsmittelallergien durch. Bei insgesamt 65 Patienten kam es nach Provokation mit Birkenpollen-verwandten Lebensmitteln zu allergischen Reaktionen (Responder). Von den Patienten mit allergischen Reaktionen zeigten 32 Patienten eine signifikante Verschlechterung der AD. Im Vergleich zu Nonrespondern zeigten Responder signifikant höhere spezifische Spiegel von Immunglobulin E (IgE) sowie eine höhere Prävalenz von allergischer Rhinokonjunktivitis. Patienten mit einer späten ekzematösen Reaktion konnten nicht durch spezifische IgE-Spiegel von denen mit isolierten Soforttyp-Reaktionen unterschieden werden. Das Kochen der Lebensmittel beeinflusste – anders als beim oralen Allergiesyndrom – ihre Wirkung auf die Haut nicht. Ein Vergleich der IgE-Titer ergab, dass Teilnehmer mit allergischen Reaktionen nach dem Kontakt zu Apfel, Haselnuss, Karotte und Sellerie deutlich höhere Antikörperspiegel gegenüber Birkenpollen und Apfel aufwiesen und häufiger unter Heuschnupfen litten als Probanden ohne Kreuzallergie. Da verlässliche Marker für die Vorhersage von späteren ekzematösen Reaktionen bislang fehlen, kann eine doppelblinde, placebokontrollierte Nahrungsmittelherausforderung bei der Diagnose von Birkenpollen-verwandten Lebensmitteln bei Patienten mit AD nicht durch ein anderes Vorgehen ersetzt werden. In einer Subpopulation von Patienten mit AD und Birkenpollen-Sensibilisierung können verwandte Nahrungsmittel als Auslöser für eine Verschlimmerung von Ekzemen angesehen werden, schlussfolgern die Autoren aus ihrer Untersuchung
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