Blauzungenkrankheit erreicht Hessen – riesige Sperrzone

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Eine winzige Mücke sorgt für Alarm: Warum jetzt in fast ganz Hessen besondere Regelungen gelten und was das für Rinder, Schafe, Ziegen und Landwirte bedeutet.

Nach dem Ausbruch eines neueren Typs der Blauzungenkrankheit hat die Tierseuche nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums nun erstmals auch Hessen direkt erfasst. Zu dem Ausbruch kam es demnach bei einem Rind im Landkreis Bergstraße. Die Blauzungenkrankheit (BTV) sei vom Friedrich-Loeffler-Institut heute bestätigt worden, teilte das Ministerium mit.

Damit einhergehend wurde die Sperrzone ausgeweitet, so dass in Hessen nun lediglich der Landkreis und die Stadt Kassel sowie der Werra-Meißner Kreis aktuell nicht darin liegen. Wegen eines Ausbruchs im Saarland und in Baden-Württemberg hatten zuvor bereits weite Teile des Bundeslandes zur Sperrzone gehört.

Für den Transport von Tieren empfänglicher Arten aus der sogenannten BTV-8-Sperrzone heraus gelten strenge Vorgaben. Innerhalb der Zone gibt es laut dem hessischen Landwirtschaftsministerium hingegen keine Beschränkungen. Für Menschen sei das Virus ungefährlich.

Bei Tieren kann die Blauzungenkrankheit zum Tod führen

Das Virus wird den Angaben zufolge durch kleine blutsaugende Stechmücken übertragen. Es handelt sich um eine Krankheit der Wiederkäuer. Vor allem Rinder, Schafe und Ziegen können sich anstecken. Aber auch Lamas und Alpakas sind gefährdet. 

Infizierte Tiere bekommen hohes Fieber, wirken apathisch und fressen nicht mehr. Nase und Mund sind gerötet und die Zunge schwillt an. Im schlimmsten Fall kann die Krankheit tödlich enden. Wenn Tierhalter Symptome erkennen, sollten sie umgehend den Hoftierarzt rufen, rät
das Ministerium. Ein Impfstoff gegen den Serotyp 8 ist zugelassen.