Blockierter Rezeptor: Schlaganfallfolgen heilen schneller8. Oktober 2018 Foto: © Daisy Daisy – Fotolia.com Schlaganfallpatienten haben oft eine halbseitige Lähmung sowie Sensibilitäts-, Sprach- oder auch Sehstörungen. Dass sich das geschädigte Gehirn mithilfe eines blockierten Rezeptors deutlich schneller und besser erholt, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt herausgefunden. Um die Neuro-Regeneration im Infarktgebiet zu unterstützen, haben die UDE-Wissenschaftler den GABA-A-Rezeptor im Hirn blockiert, der die Erregbarkeit der Nerven reduziert. Prof. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen erkärte dazu: „Dies gelang uns mithilfe des Moleküls S44819, das mit den natürlicherweise bindenden Molekülen konkurriert. Weil es aber stärker und länger bindet, ist der Rezeptor lahmgelegt.“ „Es zeigte sich eine deutlich verbesserte neurologische Genesung, die geschädigten Hirnzellen wurden schneller wieder aktiv“, erklärte Prof. Dirk Hermann, Lehrstuhl für Vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung: „Je mehr von dem Molekül verabreicht wurde, desto besser reorganisierten das Hirngewebe und die Blutgefäße. Auch das räumliche Erinnerungsvermögen und die Bewegungskoordination erholten sich deutlich.“ Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass der Einfluss von S44819 auf die neurologische Erholung in einer weltweiten Vergleichsstudie an Schlaganfallpatienten in fünfzehn Ländern eingehender untersucht wird. Originalpublikation: Wang Y et al: Postischemic Neurological Recovery and Peri-infarct Brain Remodeling. Stroke 2018;49:2495-2503.
Mehr erfahren zu: "So lernen Schüler, Stress zu bewältigen" So lernen Schüler, Stress zu bewältigen Ein bayerisches Gymnasium veranstaltete im Jahr 2023 für Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn einen Aktionstag zur Stressresilienz. Dieser wurde vom Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) an der Evangelischen […]
Mehr erfahren zu: "Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards" Erstes EU-Projekt integriert Pharmakogenomik in Tumorboards Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) am Bosch Health Campus in Stuttgart leitet mit PGxMTB das europaweit erste EU-Projekt, bei dem die Pharmakogenomik systematisch in molekulare Tumorboards […]
Mehr erfahren zu: "Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie reduziert Depressionssymptome" Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie reduziert Depressionssymptome Eine neue Studie legt nahe, dass ein online angebotenes, gruppenbasiertes Programm zur ketogenen Stoffwechseltherapie (KMT) zu einer signifikanten und klinisch relevanten Linderung von Depressionen und Angstzuständen führen kann.