Blut- und Plasmakonserven an Bord von „Christoph 53“18. November 2019 Der Rettungshubschrauber „Christoph 53“ der Station der DRF Luftrettung in Mannheim führt ab sofort auch Blut- und Plasmakonserven mit. Patienten mit massiven Blutverlusten können so direkt am Einsatzort versorgt werden. © DRF Luftrettung Die Station Mannheim der DRF Luftrettung führt seit dieser Woche im Hubschrauber Blut- und Plasmakonserven bei ihren Einsätzen mit. Die schnelle Verfügbarkeit der Blutprodukte mit dem Hubschrauber ist insbesondere für Notfallpatienten mit massivem Blutverlust entscheidend. In dieser Situation kann die Gabe von Blut und Blutprodukten bereits am Einsatzort lebensrettend sein. „Aufgrund ihrer Schnelligkeit erreichen unsere Hubschrauber in einem weiten Umkreis schwer verletzte oder erkrankte Notfallpatienten häufig als erstes Rettungsmittel oder können sehr schnell nachgefordert werden. Nach unserer Station in Greifswald führt nun auch unsere Besatzung in Mannheim Blut und Gerinnungsprodukte als festen Bestandteil der Hubschrauberausrüstung mit“, so Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung. Die gemeinnützige Organisation unternimmt damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Optimierung der medizinischen Versorgungsqualität in der Region: Bereits seit Juli ist die gesamte Besatzung der Mannheimer Station für die Anwendung erweiterter invasiver Notfalltechniken geschult, die Patienten mit hohem Blutverlust bereits vor dem Transport in die Klinik stabilisieren und lebensrettend sein können. Auch alle umliegenden Kliniken der Maximalversorgung wurden informiert. Das Verfahren für den Transport von Blut- und Plasmaprodukten hat die DRF Luftrettung in Kooperation mit dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen und den Universitätskliniken Mannheim und Greifswald entwickelt. Dabei wurde der Einfluss der besonderen Lager- und Transportbedingungen im Hubschrauber auf den Gerinnungsfaktor und die Qualität der Blutbestandteile in zahlreichen Tests wissenschaftlich untersucht. Seit dieser Woche stellt das regionale Institut des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen mit seiner Blutspendeeinrichtung und der Blutbank an der Universitätsmedizin Mannheim die Versorgung für die Luftretter rund um das Jahr sicher. „Die auf dem Hubschrauber mitgeführten Blutpräparate stammen aus Blutspenden mit der Blutgruppe 0 Rhesus D negativ“, erklärt Prof. Dr. Harald Klüter, Ärztlicher Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunologie. „Diese seltene Blutgruppe eignet sich besonders gut für den Einsatz in der Notfallmedizin. Deshalb pflegen wir einen Stamm an ausgewählten Spenderinnen und Spendern, damit wir immer einen ausreichenden Bestand an diesen lebensrettenden Blutpräparaten vorhalten können “, so Klüter weiter. Mit dem erarbeiteten Verfahren zur sicheren Nutzung von Blutprodukten in der Luftrettung verbessern wir die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung nachhaltig, erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Die Stiftung der DRF Luftrettung hatte die Forschungen zusätzlich zur praktischen Zusammenarbeit auch finanziell in Höhe von 15.000 Euro unterstützt. Der Erste Bürgermeister Christian Specht unterstreicht die Bedeutung der Luftrettung für die Region und begrüßt die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Region durch das neue Verfahren. „Der Standort Mannheim ist für die Umsetzung der Maßnahme ideal. Mit dem Flugplatz der DRF Luftrettung, der Universitätsmedizin als Krankenhaus der Maximalversorgung und dem Blutspendedienst des DRK haben wir alle wichtigen Partner vor Ort und können so Mannheim als Zentrum für Notfallmedizin mit Luftrettung stärken“, bemerkt Specht. „Die Luftrettung ist ein wichtiger Baustein in der Sicherheitsarchitektur der Stadt Mannheim sowie der gesamten Region“, so Specht weiter. „Wir freuen uns über die Einführung fortschrittlicher notfallmedizinischer Konzepte am Luftrettungszentrum Mannheim, die zusammen mit der Konzentration der Wasserschutzeinheiten im Mühlauhafen sowie der Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Mannheim einen weiteren wichtigen Baustein in der Gefahrenabwehr der Metropolregion darstellen.“
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