Blutkrebsexperten des UKL jetzt Teil des Europäischen Referenznetzwerkes EuroBloodNet21. Januar 2022 Brachten einen umfangreichen Bewerbungs- und Prüfungsprozess erfolgreich zu Ende: Prof. Uwe Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie, und Dr. Anne Sophie Kubasch. Bild: ©Stefan Straube / UKL Leipziger Patienten profitieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus 66 hochqualifizierten Zentren: Seit dem 01.01.2022 gehört die Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) unter Leitung von Prof. Uwe Platzbecker zum Europäischen Referenznetzwerk EuroBloodNet. Das Netzwerk ist eine einzigartige und innovative grenzübergreifende Kooperationsplattform für Spezialisten im Bereich der Diagnose und Behandlung komplexer und seltener hämatologischer Erkrankungen. „Wir können damit unsere Patienten mit seltenen Blutkrebserkrankungen künftig besser versorgen, weil wir von den Forschungsergebnissen und Erfahrungen dieses europäischen Verbundes profitieren. Zugleich kommen unsere Erkenntnisse den Patienten mit seltenen Erkrankungen der anderen beteiligten hochqualifizierten multidisziplinären Gesundheitsteams in 14 anderen Ländern Europas zugute“, so Dr. Anne Sophie Kubasch vom Team um Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie.Hauptziel von EuroBloodNet ist es, durch die europaweite Bündelung von Expertenwissen und Ressourcen die beste Gesundheitsversorgung für Patienten mit seltenen Blutkrebserkrankungen zu schaffen. Dafür werden modernste Diagnoseverfahren und Therapien gefördert und zugleich alle Hindernisse für deren Bereitstellung auf europäischer Ebene beseitigt. Das Netzwerk soll gewährleisten, dass alle europäische Bürger, die von einer seltenen hämatologischen Krankheit betroffen sind, den gleichen Zugang zu hochspezialisierter Versorgung bekommen. EuroBloodNet umfasst onkologische (erwachsene Patienten) und nicht onkologische (Kinder und Erwachsene) seltene hämatologische Erkrankungen inklusive myeloischen und lymphatischen Malignomen, seltenen Anämien, Formen des Knochenmarkversagens, seltenen Blutgerinnungsstörungen und seltenen erblichen Formen der Hämochromatose.Platzbecker erläuterte, dass jede Institution, die Mitglied eines Europäischen Referenznetzwerkes werden will, vorab ein ausgeprägtes Maß an Expertise vorweisen muss. „Wir freuen uns sehr, dass wir am Universitätsklinikum Leipzig nach einem umfangreichen Bewerbungs- und Prüfungsprozess jetzt zu den 66 hochqualifizierten Zentren in Europa gehören, die sich den seltenen hämatologischen Krankheiten besonders widmen.“
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