Borderline-Tumore kein Hindernis für Familienplanung

Leitautorin Kenny Rodriguez-Wallberg (Foto: © Anders Norderman)

Unterziehen sich Patientinnen aufgrund bestimmter Ovarialkarzinome einer fertilitätserhaltenden Operation, können sie weiterhin schwanger werden, so Ergebnisse einer Studie vom Karolinska-Institut in Schweden. Dabei mussten nur in wenigen Fällen mit einer Fertilitätsbehandlung nachgeholfen werden.

Das Überleben nach der Operation schien genauso gut auszufallen wie bei Frauen, die sich bei ähnlichen Tumoren für einen radikalen Eingriff entschieden hatten.

“Die Fähigkeit schwanger zu werden, scheint durch die fertiltätserhaltenden Operation erhalten zu bleiben”, erklärt Erstautorin Gry Johansen vom Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden. “Für junge Frauen mit Borderline-Tumoren des Ovars kann dieses Wissen ihre Entscheidung deutlich beeinflussen.”

Für die Studie verließen sich Johansen und ihre Kollegen auf die Angaben aus den schwedischen Gesundheitsregistern. Eingeschlossen waren Fraue n mit Boderline-Tumoren des Ovars (BOT), die zwischen 2008 und 2015 eine fertilitäserhaltende Operation (FSS) erhielten. In der Kontrollgruppe unterzogen sich Frauen mit einem ähnlichen Krankheitsstatus einem radikalen Eingriff.

Von den 213 Teilnehmerinnen mit FSS, entbanden 23 Prozent nach ihrer Therapie. Bei 9 Prozent musste zuvor eine IVF-Behandlung durchgeführt werden. Die Leitautorin der Studie, Kenny Rodriguez-Wallberg, ebenfalls vom Karolinska-Institut, sagte hierzu abschließend: “Wenn es möglich ist, bei der BOT-Therapie zu wählen, sollten unbedingt die Sicherheit und Wirksamkeit für die Fertilität in der Zukunft berücksichtigt werden.”