BPH: Aquablation mit höheren Wiederaufnahmeraten verbunden26. Januar 2026 Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH). Grafik: Axel Kock Die Behandlung der Benignen Prostatahyperplasie mittels fokussiertem Wasserstrahl (Aquablation) war in einer retrospektiven Analyse mit höheren Wiederaufnahmeraten verbunden als andere chirurgische Verfahren. Dies könnte aber schlicht mit der Lernkurve des neuen Verfahrens zusammenhängen, räumen die Autoren ein. Um die Verfahren miteinander zu vergleichen, führten Isabella S. Florissi und Kollegen von der Johns Hopkins University School of Medicine eine retrospektive Kohortenstudie mit Propensity-Score-Matching durch. Von Interesse waren die Komplikationsraten nach 30 und nach 90 Tagen in Bezug auf Besuch der Notaufnahme, Wiedereinweisung ins Krankenhaus, erneute Kathetereinlage und Harnwegsinfektionen. Als Datenbasis diente die Forschungsdatenbank TriNetX, ein gemeinsames Forschungsnetzwerk für Abrechnungsdaten und elektronische Patientenakten von 79 großen Gesundheitsorganisationen. Die Autoren nahmen in ihre Studie Patienten auf, die sich zwischen dem 01.01.2017 und dem 31.12.2023 einer Aquablation, einer transurethralen Resektion der Prostata (TURP), dem UroLift-Verfahren, einer Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) oder einer laparoskopischen einfachen Prostatektomie (SP) unterzogen hatten. Das Propensity-Score-Matching bezog sich auf das Alter zum Zeitpunkt der Operation, Diabetes, Hypertonie, Adipositas und den PSA-Wert.Vor dem Matching lagen Daten für 1054 Patienten mit Aquablation, 18.945 mit TURP, 3966 mit UroLift, 5200 mit HoLEP und 5369 mit laparoskopischer SP vor. 53% der Aquablationen waren im Jahr 2023 durchgeführt worden. Ein Lernkurven-Effekt? Nach dem Matching der Patienten mit Aquablation und denen mit den anderen Verfahren umfassten die Kohorten 1048 bzw. 1054 Patienten. 30 und 90 Tage postoperativ war bei Patienten nach Aquablation die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereinweisung und einer erneuten Kathetereinlage höher als in den meisten anderen Operationskohorten. Nach Ausschluss der Patienten, die sich 2023 einer Aquablation unterzogen hatten, bestand der Zusammenhang zwischen Aquablation und Wiedereinweisung jedoch nicht mehr. Wie Florissi und Kollegen schließen, haben Patienten nach Aquablation möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine Wiedereinweisung innerhalb von 30 und 90 Tagen, verglichen mit den anderen chirurgischen BPH-Therapien. Dies könne möglicherweise auf die Lernkurve bei diesem Eingriff oder die Anwendung des Verfahrens auf größere Prostatavolumina zurückzuführen sein, schränken sie ein. (ms)
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