BPI: “Regierung muss Forschungsförderung festschreiben”18. Oktober 2017 Illustration: ©CrazyCloud – Fotolia.com Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erwartet von der neuen Bundesregierung, die zugesagte steuerliche Forschungsförderung gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode umzusetzen. Im Schulterschluss mit Wissenschaftsorganisationen und weiteren Wirtschaftsverbänden, so teilt der BPI mit, habe er einen entsprechenden Appell an die Politik gerichtet. “Die Förderung gibt den Unternehmen Planungssicherheit und führt zu neuen Produkten, Umsätzen, Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen am Standort. Eine echte Win-Win-Situation also”, so Dr. Martin Zentgraf, BPI-Vorstandsvorsitzender. Die meisten europäischen Nachbarländer hätten längst erkannt, dass steuerliche F&E-Förderung eine Investition in die Zukunft sei. Zudem brauche es einen zusätzlichen wirksamen Hebel, um das nun anvisierte Ziel, bis zum Jahr 2025 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung (F&E) zu investieren, zu erreichen. Zentgraf fordert daher, die steuerliche F&E-Förderung “im Koalitionsvertrag zu vereinbaren und unverzüglich umzusetzen”. Der BPI-Vorsitzende betont darüber hinaus, dass der Standort dringend branchenspezifische Förderprogramme benötige, die auf die besonderen Anforderungen der standortorientierten Pharmafirmen abgestimmt seien. “Wer etwa an der Entwicklung von Arzneimitteln auf Basis bewährter Wirkstoffe arbeitet, braucht Erleichterungen, um sowohl das wirtschaftliche als auch das Versorgungspotenzial bewährter Wirkstoffe für Patienten und Gesundheitssystem zu erschließen”, so Zentgraf. Viele F&E-Projekte seien aufgrund aufwendiger Zulassungsregularien und Erstattungshürden nicht bis zur Marktreife realisierbar. Hier sei nach Ansicht des BPI “eine bessere Abstimmung der einzelnen Instrumente” nötig, damit am Ende Patienten von Therapieverbesserungen profitieren könnten. “Anlässlich der beginnenden Regierungsbildung haben sich erstmals führende Wissenschaftsorganisationen und Wirtschaftsverbände auf gemeinsame Empfehlungen für eine wirksame Innovationspolitik verständigt”, erklärt der BPI. Im Dokument* werde auch empfohlen, mögliche Auswirkungen, die geplante Gesetzesvorhaben auf den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland haben könnten, zu berücksichtigen. http://www.bpi.de/fileadmin/media/bpi/Downloads/Internet/Publikationen/Positionspapiere/2017-10-10_Verbaendeuebergreifende_Stellungnahme_-_Forschung_staerken.pdf Quelle: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
Mehr erfahren zu: "Aniridie führt zu fortschreitendem Verlust der Hornhautempfindlichkeit" Aniridie führt zu fortschreitendem Verlust der Hornhautempfindlichkeit Eine aktuelle Arbeit zeigt, dass Aniridie nicht nur die Struktur der Hornhaut verändert, sondern auch die Funktion der sensorischen Nerven, die sie schützen und erhalte, beeinträchtigt.
Mehr erfahren zu: "Trachom: In immer mehr Ländern sind Kinder geschützt" Trachom: In immer mehr Ländern sind Kinder geschützt Es gibt sie: die guten Nachrichten. Auch im Kampf gegen Krankheiten wie Trachom gibt es Hoffnung. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer über […]
Mehr erfahren zu: "15-Punkte-Plan aus NRW, um Patienten gezielter zum Arzt zu lotsen" 15-Punkte-Plan aus NRW, um Patienten gezielter zum Arzt zu lotsen Wochenlang auf einen Termin warten? Ein 15-Punkte-Plan aus Nordrhein-Westfalen (NRW) soll das ändern: Mit digitaler Ersteinschätzung und weniger Papierkram soll Patientensteuerung effizienter werden. Entschieden wird darüber aber im Bund.