BRAF-mutiertes Melanom: Encorafenib plus Binimetinib11. Dezember 2018 © magele-picture – fotolia.com Als Teil der COLUMBUS-Studie untersuchte ein internationales Team von Dermatologen die Wirkung des BRAF-Inhibitors Encorafenib, der spezifische Eigenschaften der Targetbindung aufweist. Der Wirkstoff wurde als Mono- sowie als Kombitherapie mit dem MEK-Inhibitor Binimetinib bei Patienten mit fortgeschrittenem BRAFV600-mutierten Melanom gegenüber Vemurafenib evaluiert. COLUMBUS wurde als zweiteilige, randomisierte, Open-Label Phase-III-Studie an 162 Kliniken in 28 Ländern durchgeführt. Die erwachsenen Patienten wiesen histologisch gesicherte, lokal fortgeschrittene und nicht resezierbare Melanome mit BRAFV600E- oder BRAFV600K-Mutation im Stadium IIIB, IIIC, oder IV auf. Die Patienten waren therapienaiv oder wiesen Progressionen nach einer First-Line Immuntherapie auf. Im ersten Teil von COLUMBUS wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten entweder einmal täglich 450 mg Encorafenib oral plus zweimal täglich Binimetinib oral (Encorafenib+Binimetinib-Gruppe) oder einmal täglich 300 mg Encorafenib oral (Encorafenib-Gruppe) oder zweimal täglich 960 mg Vemurafenib (Vemurafenib-Gruppe). Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben. Zwischen Dezember 2013 und April 2015 wurden 577 von 1.345 gescreenten Patienten randomisiert den verschiedenen Studienarmen zugeteilt (Encorafenib+Binimetinib-Gruppe n = 192; Encorafenib-Gruppe n = 194; Vemurafenib-Gruppe n = 191). Bei einem medianen Follow-Up von 16,6 Monaten (95 % Konfidenzintervall, 14,8-16,9) betrug das durchschnittliche progressionsfreie Überleben 14,9 Monate (95 % Konfidenzintervall, 11,0-18,5) in der Encorafenib+Binimetinib-Gruppe und 7,3 Monate (5,6-8,2) in der Vemurafenib-Gruppe (Risikoquotient 0,54; 95 % Konfidenzintervall, 0,41-0,71). Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen vom Grad 3 bis 4 wurden bei mehr als 5 % der Patienten der Encorafenib+Binimetinib-Gruppe dokumentiert: Erhöhte Gamma-Glutamyltransferase (18 [9 %] von 192 Patienten), erhöhte Kreatin-Phosphokinase (13[7 %] und Bluthochdruck (11 [6 %]); in der Encorafenib-Gruppe beliefen sich die Nebenwirkungen auf palmoplantare Erythrodysästhesie (26 [6 %] von 192 Patienten), Myalgie (19 [10 %]), Arthralgie (18 [9 %]); in der Vemurafenib-Gruppe war die häufigste Nebenwirkung Arthralgie (11 [6 %] von 186 Patienten. Encorafenib+Binimetinib sowie die Monotherapie mit Encorafenib zeigten ein vorteilhaftes Wirkprofil im Vergleich zu Vemurafenib. Die Kombinationstherapie scheint im Vergleich zu den Monotherapien mit Encorafenib oder Vemurafenib eine bessere Verträglichkeit mit sich zu bringen.
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